Kassel - Darmstadt: Stoppen Löwen Superserie der Labbadia-Elf?
Noch ist alles im grünen Bereich. 15 Punkte nach sieben Spieltagen, 18:8 Tore, zum Teil begeisternde Spiele - alle Verantwortlichen bei Hessen Kassel sind mit Blick auf das große Ziel "Regionalligaaufstieg" optimistisch. Daran hat auch das glückliche 2:2 zuletzt beim Kellerkind SV Bernbach nichts geändert. Denn dass es der KSV besser kann, hat er besonders beim Sieg in Fulda vor vierzehn Tagen bewiesen. Darauf baut Trainer Thomas Freudenstein im Match gegen den großen Konkurrenten Darmstadt 98, das für Kassel vorentscheidende Bedeutung besitzt.
Kämpferisch, taktisch und spielerisch hat sich der KSV im Vergleich zum vergangenen Jahr, als er Vizemeister wurde, nicht verschlechtert. Dies ist vor allem dem 39-jährigen Ex-Profi Slawomir Chalaskiewicz zu verdanken, der sich zum Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld entwickelt hat. Nicht mehr wegzudenken auch Sebastian Busch (früher Wacker Gotha), der die Rolle des Staubsaugers übernommen hat. Vorne sorgt Thorsten Bauer (schon sechs Treffer) für ständige Gefahr.
Verzichten müssen die "Löwen" weiter auf Torjäger Julio Cesar (Muskelfaserriss), der frühestens in drei Wochen einsatzfähig ist. Hoffnungen setzt Freudenstein auf Tobias Nebe. Der jüngst von Rot- Weiß Erfurt verpflichtete Mittelfeldspieler (18 Tore für Baunatal in der Saison 2002/03) könnte gegen Darmstadt debütieren.
Bei den "Lilien" grassiert derweil Euphorie: Sieben Spiele, sieben Siege - besser geht es nicht. Mit dieser Bilanz nach Kassel zu reisen, war das Ziel von Darmstadts Trainer Bruno Labbadia. Gelungen ist es, wenn auch das Ergebnis im Nachholderby am Dienstagabend vor der Rekordkulisse in Griesheim am seidenen Faden hing. Doch 98-Keeper Gräber machte die beste Chance der Gastgeber zunichte, als er Florian Funks Kopball in "Weltklassemanier" (Viktoria-Coach Norbert Funk") parierte. Die Darmstädter agierten wie schon so oft in dieser Saison mit probaten Mitteln. Wenn aus dem Spiel heraus nichts geht, hilft eben ein Standard. Ecke von Anicic, Kopfball Uster, Tor (80.).
Mit sechs Punkten Vorsprung fährt der Tabellenführer nun nach Kassel. Trainer Bruno Labbadia freut sich: "Das wird ein ganz anderes Spiel wie bisher. Beide Teams sind sich ebenbürtig, auch personell. Die Tagesform wird entscheiden."
Bericht aus dem neuesten Kicker-Magazin:
-
nordkassler
- Beiträge: 665
- Registriert: 4. Sep 2003, 15:35