Ich habe mal den Pressespiegel für das morgige Spiel unserer Löwen zusammengestellt:
[aus der Frankfurter Rundschau:]
Wieder stehen wir in der Fußball-Oberliga Hessen vor den Antworten auf brennende Fragen: Schafft Kassel die Wende? Und wann gelingt dem FV Bad Vilbel ein Dreier?
Keine Alibis mehr gibt es für die Kicker des KSV Hessen Kassel. Trainer Hans-Ulrich Thomale ist weg, und der neue Coach Bernd Sturm sieht die Mannschaft "in der Schuld". Um die Löwen wieder auf Trab zu bringen, will Sturm gegen den 1. FC Eschborn (Samstag, 15 Uhr) taktische und personelle Veränderungen vornehmen. "Wichtig ist, dass wir die Ordnung auf dem Platz halten", sagt er. Schönefeld (Leiste) fehlt, Warneke und Latifiahvas sind angeschlagen. Thorsten Bauer, Torjäger mit Ladehemmung, wird übrigens am
Sonntag im HR-Sportkalender an bessere Zeiten erinnert: Dort erhält er die Torjäger-Krone der vergangenen Saison. Der Eschborner Trainer Klaus Scheer erwartet einen motivierten KSV, der aber keinen Beton anrühren wird.
[Interview mit T. Leifermann in Frankfurter Neue Presse v. 8.10.04:]
Fünf Fragen an ...
Timo Leifermann (FC Eschborn)
Eschborn. Timo Leifermann ist wegen seiner hohen Einsatzbereitschaft einer der Publikumslieblinge beim FC Eschborn. Inzwischen ist der 27-Jährige Delkenheimer mit sechs Treffern schon wieder neben Michael Anicic bester Torschütze des Tabellenführers der Fußball-
Oberliga. HK-Mitarbeiter Thorsten Remsperger unterhielt sich mit dem Familienvater vor dem schweren Auswärtsspiel am Samstag um 15 Uhr beim KSV Hessen Kassel.
Wie viel Spaß macht es Ihnen, gegen zehn Verteidiger zu spielen?
LEIFERMANN: Das ist sehr unangenehm, aber da müssen wir durch. Irgendwann gibt es die Lücke und wenn es erst wie gegen Wörsdorf in der letzten Minute ist. Allgemein finde ich, muss es im Fußball aber doch das Ziel sein, Tore zu schießen. Wenn aber eine Mannschaft gegen uns ein 0:0 bejubelt wie die Deutsche Meisterschaft, und der Trainer dann in der Pressekonferenz einen raushängen lässt, könnte ich ausflippen.
Von einer Mauertaktik ist am Samstag aber nicht auszugehen, oder?
LEIFERMANN: Schwer zu sagen. Nach dem Trainerwechsel wird Kassel sicher nicht gleich alles nach vorne werfen. Vor so vielen Zuschauern kann man es sich als Gastgeber aber auch nicht erlauben, nur abzuwarten.
Wen muss der FC Eschborn im Titelkampf jetzt auf der Rechnung haben, nachdem Hessen Kassel aus dem Favoritenkreis ausgeschieden ist?
LEIFERMANN: Kassel ist schwer aus der Ferne zu beurteilen, weil man nicht weiß, was hinter den Kulissen los ist. Das Thema Aufstieg ist für die aber erledigt. Waldgirmes wird wahrscheinlich nachlassen, wenn es die erste Niederlage kassiert hat. Es bleibt der FSV Frankfurt. Aber eigentlich dürften wir keine Konkurrenz haben, weil wir zu stark für die anderen sind.
Sie waren im Oberliga-Meisterjahr der erfolgreichste Torschütze, wurden nach dem Aufstieg aber in der Abwehr eingesetzt. Befürchten Sie jetzt nach ihren sechs Toren, wieder Manndecker spielen zu müssen?
Ich hoffe nicht. Es war für mich in dieser Saison ein langer Weg in den Sturm, weil ich am Anfang ja gar nicht eingeplant war und auf der Bank saß. Mit den Trainingsleistungen habe ich mich angeboten. Ich muss aber gestehen, dass ich schon doppelt so viele Tore geschossen haben müsste. Auf der anderen Seite: Wenn ich jede Chance genutzt hätte, wäre ich wahrscheinlich die längste Zeit in Eschborn gewesen. Wegziehen möchte ich mit meiner Familie aber nicht mehr (lacht).
Der FC Eschborn wird an der Tabellenspitze bleiben, weil. . .
. . . wir – ganz einfach – in Kassel gewinnen werden.
