Zukunft der Regionalligen
Re: Zukunft der Regionalligen
Ich würde immer unseren KSV an erste Stelle setzen und nicht die Interessen der Ost-Klubs! Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe eine faire Lösung vorgeschlagen, um die fünf Ligen zu erhalten. Es sieht ja nicht wirklich danach aus, als ob sich die Verbände einigen und ich verstehe auch warum. Südwest und West würden total verlieren und ebenso der Norden, der in einer neuen Ligenstruktur niemals mehr einen Aufsteiger stellen könnte (Vereine sind strukturell und sportlich einfach zu schwach).
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Reiherwälder
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Re: Zukunft der Regionalligen
Ich kann diesem "Kompass-Modell" aus KSV-Sicht nichts abgewinnen. Klar wäre es mal interessant, nach gefühlten hunderttausenden von Partien gegen schwäbische Provinzclubs hier regelmäßig gegen Jena, Erfurt, Chemnitz, Halle usw. zu spielen, andererseits sehe ich die Chance auf ein sportliches Entkommen aus der Viertklassigkeit in der Regionalliga Südwest immer noch etwas höher. Die Auswärtsfahrten werden auch nicht wirklich kürzer. 7x nach Berlin, 3x Richtung tschechische Grenze, wo ist das noch Regionalliga? Der Osten behält all seine Traditionsduelle, während wir unser einziges gegen den OFC verlieren würden. Wir sind bei diesem Modell am Ende nur die Dummen. Man könnte die Grenzen übrigens auch anders ziehen, da wäre ich mal gespannt, was der Osten sagt, wenn sie einen Teil ihrer Traditionsduelle verlieren und dafür regelmäßig Richtung München fahren müssten.
Man sollte sich eher mal anschauen, wie sich die RL-Aufsteiger in der dritten Liga so schlagen. Der RL-Nord-Meister geht so gut wie immer direkt wieder runter (Lübeck 2x, Havelse voraussichtlich 2x, Oldenburg, Hannover II), während die Meister der "Fürstentümer" teilweise in die zweite Liga durchmarschiert sind. Auch die West-Aufsteiger halten sich ziemlich konstant. Die Regionalligen sind von der Stärke her offensichtlich nicht gleich, warum sollten sie beim Aufstieg gleich behandelt werden!?
Man sollte sich eher mal anschauen, wie sich die RL-Aufsteiger in der dritten Liga so schlagen. Der RL-Nord-Meister geht so gut wie immer direkt wieder runter (Lübeck 2x, Havelse voraussichtlich 2x, Oldenburg, Hannover II), während die Meister der "Fürstentümer" teilweise in die zweite Liga durchmarschiert sind. Auch die West-Aufsteiger halten sich ziemlich konstant. Die Regionalligen sind von der Stärke her offensichtlich nicht gleich, warum sollten sie beim Aufstieg gleich behandelt werden!?
Re: Zukunft der Regionalligen
Weil die Wirtschaftlichkeit nicht alles ist und dieses System eben die wirtschaftsstarken Regionen übermäßig bevorteilt. Wie soll sich eine Regio Nordost (die sich die letzten Jahre auch qualitativ extremst entwickelt hat und fantechnisch mit weeeeitem Abstand die beliebteste Regio mit den größten Clubs ist) oder Regio Nord weiter etablieren, wenn es keine Garantie auf Aufstiege gibt und da nur alle 3 Jahre das Kapital überhaupt lohnenswert investiert werden kann.Reiherwälder hat geschrieben: ↑17. Mär 2026, 12:00 Ich kann diesem "Kompass-Modell" aus KSV-Sicht nichts abgewinnen. Klar wäre es mal interessant, nach gefühlten hunderttausenden von Partien gegen schwäbische Provinzclubs hier regelmäßig gegen Jena, Erfurt, Chemnitz, Halle usw. zu spielen, andererseits sehe ich die Chance auf ein sportliches Entkommen aus der Viertklassigkeit in der Regionalliga Südwest immer noch etwas höher. Die Auswärtsfahrten werden auch nicht wirklich kürzer. 7x nach Berlin, 3x Richtung tschechische Grenze, wo ist das noch Regionalliga? Der Osten behält all seine Traditionsduelle, während wir unser einziges gegen den OFC verlieren würden. Wir sind bei diesem Modell am Ende nur die Dummen. Man könnte die Grenzen übrigens auch anders ziehen, da wäre ich mal gespannt, was der Osten sagt, wenn sie einen Teil ihrer Traditionsduelle verlieren und dafür regelmäßig Richtung München fahren müssten.
Man sollte sich eher mal anschauen, wie sich die RL-Aufsteiger in der dritten Liga so schlagen. Der RL-Nord-Meister geht so gut wie immer direkt wieder runter (Lübeck 2x, Havelse voraussichtlich 2x, Oldenburg, Hannover II), während die Meister der "Fürstentümer" teilweise in die zweite Liga durchmarschiert sind. Auch die West-Aufsteiger halten sich ziemlich konstant. Die Regionalligen sind von der Stärke her offensichtlich nicht gleich, warum sollten sie beim Aufstieg gleich behandelt werden!?
RL West und Bayern sind Totgeburten. Die RL Nord funktioniert in dem Zusammenschnitt wie bisher eben nicht weil da bis auf 4-5 Teams weder Wirtschaftsstärke noch viel Fankultur hinter ist.
Man braucht sich an dem erstjährigen Zusammenschnitt nicht aufhängen. Auch eine Nordliga wird mit der Zeit wohl immer "südlicher" weil einfach tendenziell mehr Nordclubs absteigen werden als Westvereine. Wir werden ganz sicher immer mal wieder die Regionalligen wechseln. Und auch in Thüringen und Sachsen kann schnell mal die Linie gezogen werden.
Ohne einen Gerechtigkeitsgedanken und ohne die Fans im Blick zu haben braucht man keine Reform angehen.
Und nochmal zum Zusammenschnitt: Vereine sollen ja ihre Derbypartner angeben können, das wird kaum von Außen festgelegt. Und da muss man ganz ehrlich sagen: die Kickers sind uns wichtiger als wir den Kickers. Die würden uns sofort ignorieren hätten sie die Chance gegen Eintracht, Darmstadt, Waldhof oder vermutlich sogar wie bisher gegen FSV und Kickers zu spielen. Das ist bei aller KSV-Brille kein Riesen-Derby.