Neuzugang M. Jack ??

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BerndSch
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Neuzugang M. Jack ??

Beitrag von BerndSch » 20. Feb 2004, 10:23

Hier ein paar Informationen zu Mathias Jack:

Mathias Jack
D - * 15.02.1969
Abwehrspieler

Erfolge als Spieler:
DFB-Pokal: 1× Platz 2 1994 mit Rot-Weiß Essen
Bundesliga: 1× Platz 5 1997 mit VfL Bochum

2. Bundesliga 1992/1993 VfB Oldenburg
2. Bundesliga 1993/1994 Rot-Weiß Essen
2. Bundesliga 1995/1996 VfL Bochum
Bundesliga 1996/1997 VfL Bochum
2. Bundesliga 1997/1998 Fortuna Düsseldorf
2. Bundesliga 1998/1999 Fortuna Düsseldorf

anschließend ???

RWG
Bernd

Geordie_Wolfgang
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Beitrag von Geordie_Wolfgang » 20. Feb 2004, 11:14

Jack hat bis letzten Sommer recht erfolgreich für die Hibs (Hibernian Edinburgh) gespielt, war dort wegen seiner kompromißlosen Art sehr beliebt. Aufgrund der schlechten finanziellen Lage des Vereins wurde ihm kein neuer Vertrag angeboten (das war schon im Jahr zuvor sehr fraglich gewesen, er hat dann nur einen 1-Jahres Vertrag bekommen), er wurde also nicht aus disziplinarischen Gründen gefeuert, wie es in der taz stand ( http://www.taz.de/pt/2004/01/19/a0038.nf/text ).
Jack ist dann im November zu den Raith Rovers (Scottish First Division = zweite Liga) gewechselt, was aber nur als kurzzeitiges Engagement bis Ende letzten Jahres gedacht war (hat auch nur 5 Spiele gemacht), da er eigentlich zu seinem Stammverein FC Kleve in Oberliga Nordrhein zuückwechseln wollte. Weshalb sich das zerschlagen hat, kann ich nicht sagen.
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Jorsch
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Beitrag von Jorsch » 20. Feb 2004, 11:24

Der ist hier aber auch alle paar Monate mal im Gespräch. Dieses mal ernsthaft?

KSV-Jens
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Beitrag von KSV-Jens » 20. Feb 2004, 11:58

Ich habe vorgestern oder so gelesen, daß Jack sich momentan beim Oberligisten Schwarz-Weiß Essen fit hält. Als Vereinsloser darf er auch nach Ende der Transferliste wechseln.

Der Mann ist zweifellos ein Dauerbrenner im KSV-Forum... :lol:

Löwe Alex
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Beitrag von Löwe Alex » 20. Feb 2004, 15:12

Brauchen wir den eigentlich?
WIR kommen wieder in die 2. LIGA!

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Beitrag von Bernd RWS 82 » 20. Feb 2004, 15:37

meiner meinung nach brauchen wir ihn nicht. weiß gar nicht was das soll, anstatt ruhe in die mannschaft kehren zu lassen nun noch einen defensiv spieler probe zu trainieren lassen, dabei sind wir doch meiner meinung nach stark genung und ich denke es ist kein geld mehr da nach der neuen trainerverpflichtung?? oder etwa doch???

grüße an alle ksv fans undred white stars 1982

bis morgen im löwenkäfig

bernd

LengiLinse
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aus der BERLINER MORGENPOST

Beitrag von LengiLinse » 20. Feb 2004, 17:50

Arbeiter müsst ihr sein

Noch lange nach dem Schlusspfiff stand der Mann mit den auffällig weiß abgeklebten Ohrläppchen auf dem Rasen. Das Stadion Tyncastle, Heimat des Edinburgh Clubs Hearts of Midlothian, hatte sich bereits fast vollständig geleert, nur im Block in dem die Fans von Hibernian, dem Lokalrivalen, standen, wollte in dieser Nacht niemand nach Hause gehen. «Porno, Porno» hallte es dem Mann auf dem Grün immer wieder entgegen.

Nach jahrelanger Durststrecke und bestenfalls einem Unentschieden gegen den Erzrivalen hat Dirk Lehmann an diesem Abend die Hibs mit seinem Tor in der achtzehnten Spielminute in Führung gebracht und nach überragendem Spiel mitgeholfen nach fast dreißig Lokalderbies ohne Sieg, einen 3:0 Erfolg sicherzustellen. Hier in Schottland kennt ihn jedes Kind, den deutschen Mittelstürmer, der sich vor dem Spiel seine Ohrringe mit Klebeband abdeckt und dem internationalen Pornostar Dirk Diggler zum Verwechseln ähnlich sieht.

In fast jeder Stadt Schottlands gibt es zwei große Fußball Clubs. Einen katholischen und einen protestantisch geprägten. Man erzählt hier im Norden die Anekdote, dass vor ein paar hundert Jahren die evangelische Mehrheit des Landes, ausgestattet mit der Regierungsmacht, um den Katholiken eines auszuwischen, kurzerhand das Weihnachtsfest verbieten ließ. Spaß und Ernst liegen bei solchen Geschichten in Schottland nah beieinander, und die Rivalitäten von katholischen und protestantischen Clubs, wie Celtic und Rangers in Glasgow oder Hearts of Midlothion und Hibernian in Edinburgh, zählen zu den erbittersten in ganz Europa. Brennende Straßenbarrikaden und zahlreiche Verhaftungen nach Derbies sind keine Seltenheit. In Glasgow waren bei Ausschreitungen nach so genannten Old-Firm-Spielen, zwischen Celtic und den Rangers bereits mehrfach Todesopfer zu beklagen.

Es gibt Dinge auf der Welt, die sind einfach füreinander gemacht. Fußballer wie Figo, Zidane oder Ronaldo müssen einfach früher oder später für Real Madrid spielen, andere müssen halt nach Schottland. Der Aachener Dirk Lehmann und der Sachse mit Ruhrpottdialekt Mathias Jack haben das ganz besondere Gen, welches einen für den nördlichsten Teil der britischen Insel kompatibel macht. Sie sind echte Typen. Wer in Schottland Fußball spielt, darf keine Diva sein, kein feinsinniger Zauberkünstler. Hier sind ehrliche Arbeiter gefragt. Stürmer müssen Fighter sein, so genannte Diver (Spieler mit Fallsucht im gegnerischen Strafraum) sind verpönt. Wer mit Herz spielt, kämpft und das Letzte gibt, der wird verehrt. Wer auf dem Platz ein Raubein ist, wird geachtet wie ein Gentleman. Als Jack neulich beim Spiel in Motherwell einen Gegenspieler beim Kampf um den Ball «zufällig» ohrfeigte, dass man es bin in den letzten Winkel des Stadions klatschen hörte, zeigte sich das Publikum hoch erfreut.

Spleenige Auffälligkeiten wie das Pornoimage von Lehmann werden von den Fans geliebt und gepflegt. Bei einer meiner ersten Fußballreisen nach Schottland stellten mich Jack und Lehmann bei einer nächtlichen Zechtour durch Edinburgh abwechselnd als ehemaligen Torwart der DDR-Auswahl oder als Kameramann des Pornostars vor. In beiden Eigenschaften musste ich Autogramme geben und Unmengen Bier trinken. Etwas erstaunt haben mich in dieser Nacht die vielen, doch sehr zielgerichteten Fragen der Fans, nach dem «Arbeitsgerät» von Porno. Ich als sein Kameramann müsse es doch wissen . . .

Während Lehmanns Zeit in der Bundesliga (1. FC Köln) galt der kopfballstarke Stürmer als großes Talent, doch seine immense Popularität erreichte er erst in England beim Londoner F. C. Fulham, dem Club des Harrod's Besitzers Mohammed Al Fayed.

Wenn Lehmann nicht Fußball spielt oder den Pornostar gibt, findet man ihn bei Wind und Wetter auf einem der unzähligen Golfplätze Schottlands. Von unbändigem Ehrgeiz getrieben, hat er es hier mittlerweile zu einem respektablen Handicap gebracht. Herausragende Leistung, überragendes Kopfballspiel, Tore und jener nie versiegender Ehrgeiz haben auch Schottlands Nationaltrainer Berti Vogts über Lehmann sagen lassen, der würde bei vielen Mannschaften der Bundesliga einen Stammplatz haben.

Mathias Jack pendelte in seinem Leistungsniveau stets zwischen 1. und 2. Bundesliga. Karrierehöhepunk, der Einzug in das DFB-Pokal-Finale mit RW Essen und die Qualifikation für den Uefa-Pokal mit dem VFL Bochum. Nach einem ersten durchwachsenen Jahr auf der Insel startete des 32-Jährige in der Saison 2000/2001 durch, an deren Ende er von der weltweit geachteten Fußballzeitschrift Match zu Schottlands Fußballer des Jahres gekürt wurde. Illustre Vorgänger dieser Wahl waren auch Paul Gascoigne oder der Schwede Hendrik Larsson.

Dank Lehmann, der schon ein paar Jahre Inselerfahrung Vorsprung hatte, gewöhnte Mathias Jack sich in seiner neuen Heimat sehr schnell ein. Die ersten zwei Jahre spielten beide gemeinsam bei Hibernian Edinburgh, dem katholischen der beiden Edinburgher Premier League Clubs, dann ging Lehmann für kurze Zeit zurück nach England um an der Südküste bei Brighton And Hove Albion anzuheuern, doch nach sechs Monaten hat es ihn schon wieder nach Schottland gezogen. Beim F. C. Motherwell gehört er zu den Führungsspielern, ist für Sturmpartner und Jungnationalspieler James McFadden, eine Vaterfigur. Jack war die meiste Zeit der vergangenen Saison Kapitän von Hibernian und vertrat den Franzosen Frank Sauzee während dessen Verletzungspause.

Als Ausländer Mannschaftsführer eines schottischen Teams zu sein, ist noch immer eine Auszeichnung. Wer ein britisches Team auf den Platz führen will, muss sportlich ein Vorbild sein, aber auch außerhalb des Stadions seinen Mann stehen, besonders an der Theke. Schotten können Bier trinken, dass einem die Luft wegbleibt. Jack, sonst ein Musterprofi, der es in seinen Wanderjahren durch die Bundesliga gelernt hat, sich überall anzupassen, kommt auch mit dieser Situation spielend klar. «Wer hart arbeitet, muss auch ordentlich feiern.» Und in dieser Liga wird hart gearbeitet.

In den vergangenen Jahren scheint die Uhr im schottischen Fußball stehen geblieben zu sein, zumindest geht sie viel langsamer als in den meisten europäischen Ligen. Gehörten bis in die Achtzigerjahre die schottischen Clubs zur Spitze der Europapokalwettbewerbe, gewannen Aberdeen, Celtic und die Rangers verschiedene internationale Titel, zogen selbst kleinere Teams wie Dundee United in wichtige Endspiele ein, so bleibt der internationale Erfolg nun schon seit mehr als 15 Jahren aus.

Teams aus Schottland spielen mit Vorliebe den traditionellen britischen Fußball: Ein Abwehrspieler gewinnt den Ball in der eigene Hälfte, schlägt ihn mit einem hohen, langen Pass Richtung Mittelstürmer, und alle anderen Spieler rennen der Pille hinterher (die meisten Frauen finden an dieser Beschreibung nichts ungewöhnlich). Gespielt wird bei Wind und Wetter, wobei Wetter nicht das Wetter in Kontinentaleuropa meint, und bei manchen Platzverhältnissen würden sich deutsche Landwirte weigern ihre Traktoren auf ein solches Feld zu schicken.

Das qualitative und finanzielle Gefälle in der Scottish Premier League (1. Liga) ist riesengroß. Es gibt die Old-Firm-Clubs, Celtic und die Rangers. Und eben die anderen. Am Anfang einer jeden neuen Saison geben fast alle Clubs des Landes als Saisonziel an, die 3. oder 4. Kraft im Land werden zu wollen. Die Finanz-Schere zwischen den beiden großen Clubs und den anderen wird immer größer. Nach dem Konkurs des Pay-TV Senders ITV bleiben die bis dahin lukrativen Fernsehgelder aus. Selbst der traditionsreiche F. C. Aberdeen, am Dienstag Gegner von Hertha BSC im Uefa-Cup, 1983 immerhin Europapokalsieger der Pokalsieger und Gewinner des europäischen Supercups, dümpelt seit Jahren nur noch im Mittelmaß. Spielmacher Andreas Mayer (früher Bayern München), bis Januar 2001 noch bei Aberdeen, beschreibt die Situation der meisten Clubs in Schottland als prekär. Sein Vertrag wurde auf Grund von finanziellen Engpässen mitten in der Saison aufgelöst. Jack musste diesen Sommer eine Gehaltskürzung von beinahe fünfzig Prozent hinnehmen, und Lehmanns F. C. Motherwell hat gerade 19 Spieler aus laufenden Verträgen entlassen.

Gelobt sei, was hart macht! Egal, der Schotte findet bestimmt einen Dreh, auch darüber noch Witze machen zu können. Nur Berti Vogts ist nicht zu beneiden. Gerade verhöhnte ihn eine schottische Boulevardzeitung mit der Veröffentlichung von Fotos, die den Nationaltrainer in Frauenkleidung zeigen. Vogts hatte sie vor einigen Jahren bei einem Sketch in der Rudi-Carrell-Show getragen.

Dirk Lehmann lässt der Wirbel um Bertis Kleider völlig kühl. «Schotten tragen doch auch Röcke,» sagt er amüsiert. Und Mathias Jack kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.

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aus DIE WELT

Beitrag von LengiLinse » 20. Feb 2004, 17:53

Schottlands Bester ist ein Sachse
Der Überflieger der vergangenen Saison in der schottischen Premier League: Matthias Jack

Erst glaubte Matthias Jack an einen Scherz. Dann drückte ihm Alex McLeish, sein Trainer bei Hibernians Edinburgh, die Urkunde in die Hand: Matthias Jack - Schottlands Spieler der Saison 2000/2001. Jener Jack, dessen größter Erfolg vor sieben Jahren das Erreichen des DFB-Pokalfinales mit Rot-Weiß Essen war. Jener Jack, den 1999 nach fünf Stationen - Leipzig, Aue, Oldenburg, Essen, Bochum und Düsseldorf - in Deutschland niemand mehr haben wollte. Nun steht sein Name auf der begehrten Urkunde, die von der weltweit verbreiteten Fußball-Zeitschrift "Match Magazine" verliehen wird. Direkt unter Namen wie Paul Gascoigne, Brian Laudrup, Paolo DiCanio. Diesmal wurde der 32-Jährige aus Sachsen zum "Premier League Player of the Year" gekürt.

Mit den Hibernians hatte er das Pokalfinale in Schottland erreicht. In der Liga war sein Klub wochenlang Tabellenführer und einziger Rivale der beiden Glasgower Klubs im Kampf um den Titel. Schließlich wurden die "Hibees" Dritte hinter Meister Celtic und den Rangers, qualifizierten sich - zwei Jahre nach dem Wiederaufstieg - für den Uefa-Pokal. Jack hat großen Anteil daran. Kein Spiel hat er verpasst, auch nicht, als er sich im Oktober die Zehen brach. Die meisten Gegenspieler erkennen an, dass er zuletzt der beste Spieler Schottlands auf dieser Position war. Einer Position, die er vor Beginn der Saison nie gespielt hatte: Erst in der Sommerpause hatte sich Trainer Alex McLeish entschieden, den Manndecker im defensiven Mittelfeld einzusetzen. Eine gute Idee. ml

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