Schlagge hat geschrieben:
Dass das Hanfverbot nur darauf abzielte, die Hanffaser durch Kunstfaser zu ersetzen, womit Anslingers Verwandte ihr immenses Vermögen mehrten, wusste bis auf die Großindustriellen niemand (...) Mittlerweile ist er auf der ganzen Welt - bis auf winzige Ausnahmen - verboten.)
Ergänzend: Ford baute seinerzeit einen Motor, der mit Hanföl betrieben werden konnte. Anslinger allerdings war mit dem Konkurrenten GM verbandelt. Ulkigerweise ist das progressivste Land der Hanflegalisierung inzwischen die USA. Auch, nachdem man gemerkt hat, wieviel Geld man damit als (Bundes-) Staat verdienen kann... Aber Polizei, Sozialarbeiter und Staatsanwaltschaft atmen seitdem auf, weil sie sich auf die deutlich abhängiger machenden Drogen Heroin, Crack, Kokain (für Sozialarbeiter kommt noch der Alkohol dazu) und das in den USA weit verbreitete Meth konzentrieren können, anstatt ein paar jugendliche Kiffer zu verfolgen. Und da ist die nächste Parallele: Legalisierung von Pyrotechnik bedeutet auch, die Polizei, Staatsanwaltschaft und Sozialarbeit deutlich zu entlasten. Das Verbot verpufft, niemand hält sich dran. Also muss man Konsum/Zündeln in geordnete, beeinflussbare Bahnen lenken, um einen positiven,weniger gefährdenden Effekt zu erzielen. Nächste Parallele: Weil sie in Deutschland illegal sind, werden Bengalos in Osteuropa bestellt. Damit entsprechen sie nicht hiesigen Standards, mit denen man vertraut ist. Das analoge Beispiel aus der Cannabis-Welt sind äußerst gefährliche Ersatzstoffe, die als "Kräuter Mischungen" vertrieben werden. Man hat als Staat keinen Einfluss, was da so drin ist, weil die Typen, die den Scheiß herstellen, sich einfach neue Chemikalien erschaffen, ehe die Liste der verbotenen Inhaltsstoffe hinterher kommt. Damit ist dieser chemische und unerforschte Rotz legal.. Um die daraus inzwischen verstärkt entstandenen Psychosen darf sich dann wieder der Psychologe und der Sozialarbeiter kümmern. So wie bei Pyro und dessen Nebeneffekt, per Stadionverbot aus dem Umfeld gerissen zu werden.