SV Wehen-Wiesbaden Lilien
SV Wehen-Wiesbaden Lilien
Sympathieträger, keine Eintagsfliege
Manager Bruno Hübner fordert den Schulterschluss: "Wir wollen ein Teil von Wiesbaden sein"
Vom 05.05.2007
WIESBADEN Sein Tag ist seit dem Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga viel zu kurz. Bruno Hübner, der Manager des SV Wehen-Wiesbaden, hat viele Baustellen zu beackern. Zwischendurch nahm er sich die Zeit für ein Interview mit uns.
Herr Hübner, in wie weit hat sich Ihr Leben verändert, seitdem der Zweitliga-Aufstieg Ihres Clubs feststeht?
Hübner: Stellen Sie sich die größtmögliche Lawine vor und multiplizieren Sie diese mit vier. Ein 48-Stunden-Tag würde mir gut tun, um alles unterzukriegen, weil wir momentan so viele große Räder angestoßen haben. Da bleibt keine Gelegenheit, sich über den Aufstieg zu freuen, weil ständig 1000 andere Sachen anfallen.
Zum Beispiel der Zweitliga-Kader.
Hübner: Der vorzeitige Aufstieg war ein Glücksfall, weil wir früh auf dem Markt aktiv werden konnten. Wären wir später aufgestiegen, wären viele Dinge nicht zu realisieren gewesen. Wir haben vier unserer Wunschspieler verpflichtet, fünf weitere sollen noch kommen. Mit vier Zweitliga-Spielern stehen wir kurz vor der Einigung. Das lässt sich gut an, aber uns ist auch bewusst: Jede Neuverpflichtung muss ein Volltreffer sein.
Entspricht das Personal den Anforderungen?
Hübner: Die Neuen wie Patrick Bick verleihen dem Kader eine höhere Qualität und das werden auch der Innenverteidiger, der Spielmacher und die zwei Stürmer, die wir noch holen wollen. Die Spieler der Aufstiegsmannschaft müssen noch den Beweis erbringen, dass sie Zweite Liga spielen können. Wir sind nicht so blauäugig zu denken, dass wir unter den ersten elf landen. Wir werden die Asterix-Rolle einnehmen, gehören zu den acht Mannschaften, die alles dafür tun werden, um nicht auf einem der vier Abstiegsplätze zu stehen.
Schon eine Idee, wie das funktionieren könnte?
Hübner: Die Fitness ist die Grundvoraussetzung für alles. Körperpräsenz, das ist ein wichtiger Faktor. Wenn du fit bist, läufst du deinen Gegner müde. Das müssen wir beherzigen. Gelingt uns das nicht, haben wir keine Berechtigung, Zweite Liga zu spielen.
Klingt nach einer intensiven Vorbereitung mit Fitness-Guru Djuradj Vasic?
Hübner: Ja, das hört sich so an. Djuradj wird seine Erfahrungen an unseren Trainer Christian Hock weitergeben. Genau deshalb ist er da: Wir wollten die fehlende Kompetenz, die ein so junger Trainer auch gar nicht haben kann, kompensieren. Übrigens ist Vasic rund um die Uhr unterwegs und schaut sich ganz genau an, auf was es in der Zweiten Liga ankommt.
Mit Vasic untergraben Sie nicht die Autorität ihres Trainers?
Hübner: Nein, Vasic ist eine Hilfe und so sehen das auch unsere Trainer. Er kennt das Umfeld, weiß, wo er seine Erfahrung einbringen muss. Mit ihm haben wir ein Stück weit unsere Seele zurückgeholt.
Die Seele Ihres Clubs hat ihren Mittelpunkt fortan in Wiesbaden. Wie werden Sie versuchen, den SV Wehen-Wiesbaden in der Landeshauptstadt zu positionieren?
Hübner: Nur in Wiesbaden haben wir die Möglichkeit, keine Eintagsfliege zu sein. Wir wollen Wiesbaden nicht als Kostüm verstehen. Wir wollen ein Teil von Wiesbaden werden. Und wir wissen auch, dass die Kombination Wehen und Profifußball nur hier funktioniert. Wir wollen der Sympathieträger der Stadt sein. Ein Verein zum Anfassen. Die Lilien aus dem Stadtwappen werden auch in unserem neuen Vereinslogo auftauchen. Wir wollen aus dieser Stadt eine Fußballstadt machen.
Traditionalisten werden das eher kritisch beäugen.
Hübner: Es wird den ein oder anderen Kritiker geben. Aber es liegt an uns, die Leute von uns zu überzeugen. Was die sportliche Leistung angeht, ist die Akzeptanz da. Nach dem Aufstieg kamen Glückwünsche von vielen Erst- und Zweitligisten. Und Kartenanfragen sind mittlerweile so viele bei uns eingetroffen, dass wir unseren Schnitt auf dem Halberg fast verdoppeln könnten.
Von einem Heimvorteil kann aber kaum die Rede sein, wenn etwa 7000 Fans aus Kaiserslautern vor den Toren der Brita-Arena stehen.
Hübner: Das ist uns bewusst. Wir werden alles dafür tun, dass eine neue Fankultur in Wiesbaden entsteht. Und wir wollen auch, dass möglichst viele Wiesbadener mit nach Mönchengladbach reisen. Unsere Kurve soll nicht leer sein - schon gar nicht zu Hause. Der Gastverein wird sein Kontingent erhalten und den Rest werden wir auch voll bekommen. Wenn es ein Ungleichgewicht in der Arena gibt, dann aber bitte zu unseren Gunsten.
Doch das allein garantiert keine Atmosphäre.
Hübner: Sehr gutes Stichwort. Es liegt nur an uns, in diesem engen Stadion eine lebenswerte Atmosphäre zu schaffen. Und wie das geht, machen uns die Engländer vor. Sie kämpfen und laufen mit so viel Leidenschaft. Das soll unsere Philosophie sein. Wir wollen den Leuten für ihr Eintrittsgeld etwas bieten.
Worauf freuen Sie sich jetzt am meisten?
Hübner: Auf das allererste Spiel in Wiesbaden. Dass wird ein Meilenstein. Aber wir wissen auch: Die Saison, die da auf uns zukommt, ist für uns die schwierigste aller Zeiten.
Das Gespräch führte Henning Kunz.
Manager Bruno Hübner fordert den Schulterschluss: "Wir wollen ein Teil von Wiesbaden sein"
Vom 05.05.2007
WIESBADEN Sein Tag ist seit dem Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga viel zu kurz. Bruno Hübner, der Manager des SV Wehen-Wiesbaden, hat viele Baustellen zu beackern. Zwischendurch nahm er sich die Zeit für ein Interview mit uns.
Herr Hübner, in wie weit hat sich Ihr Leben verändert, seitdem der Zweitliga-Aufstieg Ihres Clubs feststeht?
Hübner: Stellen Sie sich die größtmögliche Lawine vor und multiplizieren Sie diese mit vier. Ein 48-Stunden-Tag würde mir gut tun, um alles unterzukriegen, weil wir momentan so viele große Räder angestoßen haben. Da bleibt keine Gelegenheit, sich über den Aufstieg zu freuen, weil ständig 1000 andere Sachen anfallen.
Zum Beispiel der Zweitliga-Kader.
Hübner: Der vorzeitige Aufstieg war ein Glücksfall, weil wir früh auf dem Markt aktiv werden konnten. Wären wir später aufgestiegen, wären viele Dinge nicht zu realisieren gewesen. Wir haben vier unserer Wunschspieler verpflichtet, fünf weitere sollen noch kommen. Mit vier Zweitliga-Spielern stehen wir kurz vor der Einigung. Das lässt sich gut an, aber uns ist auch bewusst: Jede Neuverpflichtung muss ein Volltreffer sein.
Entspricht das Personal den Anforderungen?
Hübner: Die Neuen wie Patrick Bick verleihen dem Kader eine höhere Qualität und das werden auch der Innenverteidiger, der Spielmacher und die zwei Stürmer, die wir noch holen wollen. Die Spieler der Aufstiegsmannschaft müssen noch den Beweis erbringen, dass sie Zweite Liga spielen können. Wir sind nicht so blauäugig zu denken, dass wir unter den ersten elf landen. Wir werden die Asterix-Rolle einnehmen, gehören zu den acht Mannschaften, die alles dafür tun werden, um nicht auf einem der vier Abstiegsplätze zu stehen.
Schon eine Idee, wie das funktionieren könnte?
Hübner: Die Fitness ist die Grundvoraussetzung für alles. Körperpräsenz, das ist ein wichtiger Faktor. Wenn du fit bist, läufst du deinen Gegner müde. Das müssen wir beherzigen. Gelingt uns das nicht, haben wir keine Berechtigung, Zweite Liga zu spielen.
Klingt nach einer intensiven Vorbereitung mit Fitness-Guru Djuradj Vasic?
Hübner: Ja, das hört sich so an. Djuradj wird seine Erfahrungen an unseren Trainer Christian Hock weitergeben. Genau deshalb ist er da: Wir wollten die fehlende Kompetenz, die ein so junger Trainer auch gar nicht haben kann, kompensieren. Übrigens ist Vasic rund um die Uhr unterwegs und schaut sich ganz genau an, auf was es in der Zweiten Liga ankommt.
Mit Vasic untergraben Sie nicht die Autorität ihres Trainers?
Hübner: Nein, Vasic ist eine Hilfe und so sehen das auch unsere Trainer. Er kennt das Umfeld, weiß, wo er seine Erfahrung einbringen muss. Mit ihm haben wir ein Stück weit unsere Seele zurückgeholt.
Die Seele Ihres Clubs hat ihren Mittelpunkt fortan in Wiesbaden. Wie werden Sie versuchen, den SV Wehen-Wiesbaden in der Landeshauptstadt zu positionieren?
Hübner: Nur in Wiesbaden haben wir die Möglichkeit, keine Eintagsfliege zu sein. Wir wollen Wiesbaden nicht als Kostüm verstehen. Wir wollen ein Teil von Wiesbaden werden. Und wir wissen auch, dass die Kombination Wehen und Profifußball nur hier funktioniert. Wir wollen der Sympathieträger der Stadt sein. Ein Verein zum Anfassen. Die Lilien aus dem Stadtwappen werden auch in unserem neuen Vereinslogo auftauchen. Wir wollen aus dieser Stadt eine Fußballstadt machen.
Traditionalisten werden das eher kritisch beäugen.
Hübner: Es wird den ein oder anderen Kritiker geben. Aber es liegt an uns, die Leute von uns zu überzeugen. Was die sportliche Leistung angeht, ist die Akzeptanz da. Nach dem Aufstieg kamen Glückwünsche von vielen Erst- und Zweitligisten. Und Kartenanfragen sind mittlerweile so viele bei uns eingetroffen, dass wir unseren Schnitt auf dem Halberg fast verdoppeln könnten.
Von einem Heimvorteil kann aber kaum die Rede sein, wenn etwa 7000 Fans aus Kaiserslautern vor den Toren der Brita-Arena stehen.
Hübner: Das ist uns bewusst. Wir werden alles dafür tun, dass eine neue Fankultur in Wiesbaden entsteht. Und wir wollen auch, dass möglichst viele Wiesbadener mit nach Mönchengladbach reisen. Unsere Kurve soll nicht leer sein - schon gar nicht zu Hause. Der Gastverein wird sein Kontingent erhalten und den Rest werden wir auch voll bekommen. Wenn es ein Ungleichgewicht in der Arena gibt, dann aber bitte zu unseren Gunsten.
Doch das allein garantiert keine Atmosphäre.
Hübner: Sehr gutes Stichwort. Es liegt nur an uns, in diesem engen Stadion eine lebenswerte Atmosphäre zu schaffen. Und wie das geht, machen uns die Engländer vor. Sie kämpfen und laufen mit so viel Leidenschaft. Das soll unsere Philosophie sein. Wir wollen den Leuten für ihr Eintrittsgeld etwas bieten.
Worauf freuen Sie sich jetzt am meisten?
Hübner: Auf das allererste Spiel in Wiesbaden. Dass wird ein Meilenstein. Aber wir wissen auch: Die Saison, die da auf uns zukommt, ist für uns die schwierigste aller Zeiten.
Das Gespräch führte Henning Kunz.
Re: SV Wehen-Wiesbaden Lilien
Wo ist bloss das verdammte Kotzsmilie *arghhh*Dauerlattentoni hat geschrieben:Die Lilien aus dem Stadtwappen werden auch in unserem neuen Vereinslogo auftauchen. Wir wollen aus dieser Stadt eine Fußballstadt machen.
Re: SV Wehen-Wiesbaden Lilien
Bitteschön:Petri hat geschrieben:Wo ist bloss das verdammte Kotzsmilie *arghhh*Dauerlattentoni hat geschrieben:Die Lilien aus dem Stadtwappen werden auch in unserem neuen Vereinslogo auftauchen. Wir wollen aus dieser Stadt eine Fußballstadt machen.

Da würdet Ihr Euch 'nen Guten holen. Der hat sich in jedem Spiel den ***** aufgerissen, spielt absolut mannschaftsdienlich, ist torgefährlich und überaus sympatisch.
Den würd ich mit Kusshand wieder ans Bölle holen!
Ach ja: Der Abgang von Cenci geht auch auf die Kappe unseres doch so tollen Präsidiums. Wegen 'n paar Euro fuffzisch die er mehr wollte.
Es war wirklich net die Welt
Den würd ich mit Kusshand wieder ans Bölle holen!
Ach ja: Der Abgang von Cenci geht auch auf die Kappe unseres doch so tollen Präsidiums. Wegen 'n paar Euro fuffzisch die er mehr wollte.
