KSV tanzt den Sirtaky
Jetzt wird’s langsam unheimlich: Löwen siegen auch in Karlsruhe Arnold-„Ersatz“ Saky Noutsos trifft – jetzt 25 Spiele ohne Niederlage
So langsam machen einem die Löwen Angst. Auch im fünften Regionalliga-Spiel trumpfte der Neuling auf, gewann beim Karlsruher SC II mit 1:0 (0:0). Schütze des goldenen Tores war ausgerechnet ein „Ersatzmann“: Saky Noutsos, der den verletzten Spielmacher Marc Arnold vertritt, traf mit einem 20-Meter Fernschuss
Von KARSTEN KNÖDL
FUSSBALL – Die entscheidende Szene spielte sich in der 51. Minute ab: Jan Fießer flankt von der linken Außenbahn an die Strafraumgrenze. Saky Noutsos dreht sich kurz und zieht trocken ab. Und der Ball klascht an den linken Innenpfosten und dann ins Tor. „Ich hab’ den Ball gar nicht mal richtig getroffen“, so der 21-Jährige, der für den verletzten Spielmacher Marc Arnold in die Mannschaft rutschte.
Seine Gefährlichkeit deutete der Deutsch-Grieche allerdings schon in der 16. Minute an: da traf er den Ball aus 25 Metern richtig – und der verpasste das Gehäuse von KSC-Keeper Unger nur um Zentimeter. In der Folge hatten die Gastgeber zwar die größeren Spielanteile. Ohne dass jedoch Zählbares herauskam. Löwen-Trainer Matthias Hamann nach der Partie: „Glück für uns, die Karlsruher haben den Ball immer einmal zu oft quer gespielt, so dass am Ende immer noch einer unserer Abwehrspieler den Fuß dazwischen bekommen hat.“
Erst nach der Führung kamen die Löwen besser ins Spiel, und waren hauptsächlich durch Konterchancen gefährlich. Die größte: in der 66. Minute lupft Thorsten Bauer den Ball über den herauseilenden Unger, doch der Ball springt vor dem Tor auf und darüber.
Für einen war der Sieg in Karlsruhe besonders schön: Sebastian Busch feierte gestern seinen 24. Geburtstag. Sein Kommentar zur Löwen-Erfolgsgeschichte: „Bei uns rennt einfach jeder für jeden. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist das, was uns so stark macht.“ 5 Mark ins Phrasenschwein und... herzlichen Glückwunsch!
