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von MW » 25. Jan 2005, 09:52
Ein Teil des Lokanhangs gehört übrigens zum asozialsten Dreck,den Fußballdeutschland zu bieten hat.
Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 23. Januar 2005
Hooligans randalieren und plündern
Eine Gruppe von 40 bis 50 zum Teil vermummten Hooligans hat am Sonnabend die Polizei auf Trab gehalten. Die so genannten Fußball-Fans aus Halle, Erfurt und des Leipziger 1. FC Lokomotive versuchten zunächst das Freundschaftsspiel zwischen dem FC Sachsen und dem SC Feucht zu stören. Die Partie sollte ursprünglich auf dem Kunstrasenplatz des Alfred-Kunze-Sportparks stattfinden. Aus Sicherheitsgründen verlegte der FC Sachsen die Begegnung kurzfristig auf den Hauptplatz des Leutzscher Stadions. Da die Chaoten dort nicht zum Zuge kamen, zogen sie wütend ab - aber nicht nach Hause, sondern durch Leipzigs Straßen.
In einer Spätverkaufsstelle in der Dieskaustraße/Ecke Neue Straße plünderten die Krawallmacher die Schnaps- und Zigarettenregale. Auch aus Bierkästen bedienten sie sich nach Angaben der Polizei reichlich - natürlich ohne zu bezahlen. Danach flüchteten die Diebe mit einer Straßenbahn der Linie 3, um am Adler in einen Bus der Linie 60 umzusteigen. Dort randalierten die Täter weiter und belästigten Fahrgäste. Dabei wurde ein Kleinkind im Gesicht verletzt und eine Scheibe zertrümmert. Über Funk wurden Polizei und Notarzt alarmiert. An der Haltestelle Rochlitzstraße am Schleußiger Weg empfingen die Besatzungen mehrerer Streifenwagen den Bus. Doch einigen der Chaoten gelang die Flucht, in Richtung Clara-Zetkin-Park.Vom anderen Teil der Gruppe stellten die Beamten die Personalien sicher. Gegen die Randalierer sollen Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Festgenommen wurde aber niemand.
Etwa eine Stunde später rottete sich die Clique auf dem Hauptbahnhof zusammen. Der Bundesgrenzschutz nahm sie in Empfang und steckte sie in den S-Bahn-Zug in Richtung Halle.
Steffen Kubald, Präsident des 1. FC Lokomotive, bedauerte den Vorfall: "Fünf oder sechs der Hooligans haben sich als Lok-Fans ausgegeben. Wir verurteilen diese Krawallmacher und hoffen, dass sie durch Video-Aufnahmen identifiziert werden können. Gegen sie leiten wir rechtliche Schritte ein und erteilen Stadionverbot."
Günther Gießler