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Perspektive 2026/27

Alles rund um die 1. Mannschaft unserer Löwen.
Leroy
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von Leroy » 26. Mai 2026, 07:00

matzem hat geschrieben: 25. Mai 2026, 21:59 Finanzielle Potenziale gibt es genug, leider hatte seit Jahrzehnten niemand die Fähigkeit, diese Potenziale zu heben. Aktuell habe ich auch wenig Hoffnung, das sich uns ein finanzielles Schwergewicht nachlaufen wird.
Bricht heute einer der größeren Geldgeber weg, ist sofort Schmalhans Küchenmeister. Leider.
Komisches Verständnis von Potenzial. Impliziert ja, dass grundsätzlicher Zugang besteht und es nur an eigener Unfähigkeit scheitert. Sehe ich nicht so - echte Schwergewichte wie BBraun oder K+S stehen einfach nicht zur Verfügung, standen sie auch nicht als unser Golden Boy das Aushängeschild war. Zudem IST einer der größten Geldgeber gerade weggebrochen, der größte schraubt bekanntermaßen zurück. Oder hast du dich im Tempus vertan? Insofern teile ich deinen Pessimismus, dass uns ein neues Schwergewicht beglücken wird - hab mir dazu aber auch nie wirklich Hoffnung gemacht.

matzem
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von matzem » 26. Mai 2026, 09:00

Leroy hat geschrieben: 26. Mai 2026, 07:00
matzem hat geschrieben: 25. Mai 2026, 21:59 Finanzielle Potenziale gibt es genug, leider hatte seit Jahrzehnten niemand die Fähigkeit, diese Potenziale zu heben. Aktuell habe ich auch wenig Hoffnung, das sich uns ein finanzielles Schwergewicht nachlaufen wird.
Bricht heute einer der größeren Geldgeber weg, ist sofort Schmalhans Küchenmeister. Leider.
Komisches Verständnis von Potenzial. Impliziert ja, dass grundsätzlicher Zugang besteht und es nur an eigener Unfähigkeit scheitert. Sehe ich nicht so - echte Schwergewichte wie BBraun oder K+S stehen einfach nicht zur Verfügung, standen sie auch nicht als unser Golden Boy das Aushängeschild war. Zudem IST einer der größten Geldgeber gerade weggebrochen, der größte schraubt bekanntermaßen zurück. Oder hast du dich im Tempus vertan? Insofern teile ich deinen Pessimismus, dass uns ein neues Schwergewicht beglücken wird - hab mir dazu aber auch nie wirklich Hoffnung gemacht.
Potenzial gibt es in Nordhessen ausreichend, Zugang jedoch nicht. Richtig.
Es ist natürlich nicht so, dass man auf einen Anruf des KSV warten würde. Für globale Unternehmen (BBraun/ K+S) ist die RL kein Investment. Da reicht es auch nicht aus, von einer besseren Zukunft zu träumen. Es braucht glaubwürdige und nachvollziehbare Strategien.
Die überwiegende Zahl der Sponsoren rechnet mit einer Gegenleistung, die über die Zuneigung von 2.000 KSV-Fans hinaus geht. In wirtschaftlich schweren Zeiten muss man ein Engagement auch seinen Mitarbeitern erklären.
Fakt ist, dass du mit einer Zielstellung (Sparen, junge regionale Fußballer entwickeln, Klassenerhalt RL etc.) nicht wirklich für Wachstum sorgst. Das ist auch keine exklusive Behauptung, wir sehen es ja Jahr für Jahr. Seit langem hatte sich im Frühsommer 2025 die Gesamtstimmung und öffentliche Wahrnehmung mal gebessert. Ergebnis: Mehr Dauerkarten, neue Partner.
Ich bin gespannt, wie diese "Bilanz" zum Beginn der neuen Saison aussehen wird.

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Glowes
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von Glowes » 26. Mai 2026, 09:31

Sponsoring hat sich verändert, nicht nur in der Höhe der Beträge, sondern auch in den Gründen, warum Firmen überhaupt dabei sind. Das Herzblut für den Verein, also echte Verbundenheit, ist der Goldstandard. Nur: Bei K+S, Wintershall Dea oder VW ist der nicht zu erkennen. Dann bleibt Werbung als Motiv. Auf Regionalliganiveau, vor allem im B2B, ist das aber kaum sinnvoll. Wer kauft Industriechemie, weil er eine Bandenwerbung gesehen hat?
Im Zuge des Fachkräftemangels ist mittlerweile ein dritter Beweggrund in den Vordergrund gerückt: die Eigenpräsentation als Arbeitgeber. Regionales Sponsoring transportiert das, was Stellenanzeigen kaum können: Nahbarkeit, Verwurzelung, Gesicht. Bickhardt Bau sieht hier einen Nutzen (bisher).
Die Frage ist, was passiert, wenn die Nachfrage nach Mitarbeitern nachlässt. Bei Bickhardt Bau dürfte das vorerst kein Thema sein, denn die Branche braucht Fachkräfte strukturell, unabhängig von kurzfristigen Konjunkturzyklen. Ob das Sponsoring für sinnvoll erachtet wird, ist aber nochmal etwas anderes. Das werden wir bald sehen. Für andere Sponsoren könnte das Employer-Branding-Argument derzeit allerdings schneller an Zugkraft verlieren, als manchem lieb ist.
Geschimbed äß norr lange nidd geschlohn!

matzem
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von matzem » 26. Mai 2026, 10:16

Man kann, glaube ich, zusammenfassen: Die Akquise von Sponsoren ist ein schwieriges Geschäft, insbesondere wenn die sportliche Strahlkraft nur für einen kleinen Kreis spürbar ist.
Das ist mit Ehrenamt und Feierabend-Vertrieb kaum machbar und oberhalb von RL-Niveau selten anzutreffen.

Leroy
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von Leroy » 26. Mai 2026, 10:26

Glowes hat geschrieben: 26. Mai 2026, 09:31 Sponsoring hat sich verändert, nicht nur in der Höhe der Beträge, sondern auch in den Gründen, warum Firmen überhaupt dabei sind. Das Herzblut für den Verein, also echte Verbundenheit, ist der Goldstandard. Nur: Bei K+S, Wintershall Dea oder VW ist der nicht zu erkennen. Dann bleibt Werbung als Motiv. Auf Regionalliganiveau, vor allem im B2B, ist das aber kaum sinnvoll. Wer kauft Industriechemie, weil er eine Bandenwerbung gesehen hat?
Im Zuge des Fachkräftemangels ist mittlerweile ein dritter Beweggrund in den Vordergrund gerückt: die Eigenpräsentation als Arbeitgeber. Regionales Sponsoring transportiert das, was Stellenanzeigen kaum können: Nahbarkeit, Verwurzelung, Gesicht. Bickhardt Bau sieht hier einen Nutzen (bisher).
Die Frage ist, was passiert, wenn die Nachfrage nach Mitarbeitern nachlässt. Bei Bickhardt Bau dürfte das vorerst kein Thema sein, denn die Branche braucht Fachkräfte strukturell, unabhängig von kurzfristigen Konjunkturzyklen. Ob das Sponsoring für sinnvoll erachtet wird, ist aber nochmal etwas anderes. Das werden wir bald sehen. Für andere Sponsoren könnte das Employer-Branding-Argument derzeit allerdings schneller an Zugkraft verlieren, als manchem lieb ist.
Wintershall Dea ist ja auch klinisch tot, zumindest als Kasseler Unternehmen. Denkt man an Employer-Branding fällt mir sofort ein anderes Schwergewicht ein: Rheinmetall. Die damit einhergehenden kritischen Fragestellungen liegen auf der Hand.
matzem hat geschrieben: 26. Mai 2026, 10:16 Man kann, glaube ich, zusammenfassen: Die Akquise von Sponsoren ist ein schwieriges Geschäft, insbesondere wenn die sportliche Strahlkraft nur für einen kleinen Kreis spürbar ist.
Das ist mit Ehrenamt und Feierabend-Vertrieb kaum machbar und oberhalb von RL-Niveau selten anzutreffen.
... und eine professionellere Struktur ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten auch nicht zu stemmen. Klassisches Henne-Ei-Problem. Daher halte ich den Versuch, sich mit regionalen und jungen Talenten zunächst in der RL (und der HL!) zu halten und darauf zu hoffen, dass ein paar Glückgriffe dabei raus kommen, angesichts der beschriebenen (gesamt-)wirtschaftlichen Konstellationen für die einzig vertretbare Strategie. Ich würde mir mehr Ehrlichkeit und Transparenz in dieser Frage wünschen. Man kann sowas auch kommunikativ optimistisch lösen. Die letzten Wochen haben ja klar gezeigt, dass dieser Umstand für viele schwer zu verkraften ist.

matzem
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von matzem » 26. Mai 2026, 10:47

In dem Zuge sollte man dann aber auch gleich die Hirngespinste in Richtung Aufstieg/3. Liga zerschlagen. Dieses eher kurzfristige Ziel steht immer noch im Raum.

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Glowes
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von Glowes » 26. Mai 2026, 11:14

Henne-Ei-Prinzip, Lethargie, schlafender Riese, usw. Alles altbekannt und irgendwo zutreffend. Letzten Sommer hat man gesehen, was ein paar Funken für eine Aufbruchstimmung erzeugen können. Das kann man nicht jedes Jahr wiederholen. Finanziell scheinbar nicht und emotional erschöpft es sich auch, wenn es folgenlos bleibt.
Der große Sponsor aus dem Nichts kommt seit Jahrzehnten nicht und es bleibt daher nur der Versuch, sportlich für Aufsehen zu sorgen und finanzielle Strohhalme zu suchen und diese klug zu nutzen. Eine ernsthafte finanzielle Schieflage des Vereins wäre am Ende das Schlimmste.
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Re: Perspektive 2026/27

Beitrag von matzem » 26. Mai 2026, 12:08

Der Beginn für jedes Vertrauen ist Ehrlichkeit. Man ist es m.E. den Geldgebern (Zuschauer + Sponsoren) gleichermaßen schuldig, transparent zu sein.
Allein der Verdacht, man würde schlechte Nachrichten womöglich zurückhalten, bis die Dauerkarte gekauft bzw. das vereinbarte Sponsoring verlängert ist, wäre fatal und geht in vielen Fällen nach hinten los.

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