SV Bernbach: Aus schon in der Winterpause?

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Mini
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Beitrag von Mini » 9. Dez 2003, 17:38

Spitzenreiter, Spitzenreiter hey hey... 8) 8)

Günter Kratz
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Beitrag von Günter Kratz » 9. Dez 2003, 18:22

Hallo Löwen!
Na ja, auf den ersten Blick sieht die Tabelle ja sehr schön aus, aber die Sache hat den Haken, daß wir im Moment ein Spiel mehr hätten als Darmstadt. Am zweiten Spieltag nach der Winterpause müssen wir normalerweise gegen Bernbach antreten, aber wir wären dann spielfrei und Darmstadt könnte uns wieder überholen... :(
Stimmt schon, hinterher kräht kein Huhn und kein Hahn danach "wie" wir aufgestiegen sind, aber ich finde es ist trotzdem besser die Sache sportlich auf dem Platz zu regeln, als am grünen Tisch nach dem Bankrott eines immerhin 84 Jahre alten Vereins! Ich hab' voriges Jahr sogar den Eschbornern nach ihrem 7 Punkte Abzug ins Gästebuch geschrieben, daß am Ende niemand stolz auf seinen Meistertitel sein kann, wenn er nicht mindestens sieben Punkte mehr auf dem Konto hat als Eschborn. - Wir auch nicht...!
Nicht vergessen: Wir haben's selbst erlebt wie man sich als Fan beim Untergang seines Vereins fühlt! Es gibt fast keinen Verein, dem ich sowas an den Hals wünsche (auch Darmstadt nicht!) und auch wenn mir Bernbach nicht besonders sympathisch ist, so hoffe ich, die spielen mindestens noch die Saison zu Ende.
RWG
Günter

hesse24
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Beitrag von hesse24 » 9. Dez 2003, 20:35

dann hätte ich ja doch recht gehabt, als ich sinngemäß sagte, der Konkurs von Bernbach käme dem KSV zugute. Trotzdem bin ich gegen eine Reduzierung auf eine Oberliga mit 17 Teams. Eine Liga mit ungerader Anzahl von Mannschaften ist immer absoluter Mist. So musste ja auch Darmstadt (hallo Nordhessischer Lilienfan) 1997/98 nach Kassels Konkurs am letzten Spieltag absteigen, als sie spielfrei waren, und darauf hoffen mussten, dass eine von drei Mannschaften (oder so ähnlich) an diesem Spieltag verliert, was nicht der Fall war.

Axel Feder
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Beitrag von Axel Feder » 9. Dez 2003, 22:41

Günter hat recht, während wir Spielfrei sind, kann Darmstadt wieder durch einen Sieg an die Spitze gelangen.

Mir ist Bernbach auch nicht sympatisch, irgendwie würde ich es denen gönnen (GERADE den "Fans"), aber rein sportlich ist es ziemlicher Mist. Wie Günter aber auch schon sagte, Klein-Karben stand letztes Jahr auch kurz vor der Pleite und spielt immer noch. Die Töne aus Bernbach sind vermutlich deshalb so dramatisch, um nochmal alles zu mobilisieren. Hat in Kassel ja drei Jahre hintereinander auch geklappt. ;)

RWG Axel
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Lämmi
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Beitrag von Lämmi » 9. Dez 2003, 22:43

Na jetzt bin ich wirklich gespannt wie das ausgeht
Für Bernbach würde es mir echt leid tun
Was dann aber die neue Tabelle zeigt bringt jeden KSV Fan ein Grinsen ins Gesicht
Das wäre auch in Darmstadt oder Fulda....so
RWG Lämmi

Fliege
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Beitrag von Fliege » 10. Dez 2003, 03:20

Ich könnte damit leben - wir haben unsere Buße getan und haben uns in den letzten Jahren auch mal ein wenig "Glück" selbst erarbeitet. Das ließt sich jetzt vielleicht ein wenig plump, ist aber meine ehrliche Einschätzung.

Andererseits ginge uns das Heimspiel gg. Bernbach verloren, wo ja auch nebst den Zuschauereinnahmen noch 3 Punkte "drin" sein dürften...
Es würden Darmstadt also voraussichtlich im Bezug auf uns "nur" 2 Punkte verloren gehen.

Bauni
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Beitrag von Bauni » 21. Dez 2003, 14:20

Neues aus Bernbach, sieht wohl etwas besser da aus...

SV Bernbach: Finanzamt zeigt sich kooperativ
Einigung auf Zahlungsweise – Spieler und Trainer verzichten auf Teil ihrer Gehälter

FREIGERICHT (gt). Neue Hoffnung für den finanziell angeschlagenen Fußball Oberligisten SV Bernbach? In einer Pressemitteilung sprach der Verein erstmals nach den jüngsten Negativmeldungen von „positiven Signalen". In der Tat: Durch positiv verlaufene Gespräche mit den Spielern und Trainern – die wohl auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten, – als auch mit den Finanzbehörden erscheint jetzt zumindest der Spielbetrieb bis zum Saisonende gesichert.

Trotzdem bleibt die entscheidende Frage offen: Findet sich überhaupt ein neuer Vorstand und genügend Geldgeber, um den Klub ein Überleben über das Saisonende 2003/2004 zu ermöglichen? Nachfolgend Auszüge die Pressemitteilung im Wortlaut: „Wie die beiden Vorstandsmitglieder Manfred Antoni und Jörg Franz mitteilten, hätten die in den vergangenen Tagen geführten Gespräche mit den Spielern und beim Finanzamt erfreuliche Ergebnisse gebracht. Damit seien zwar die bestehenden Probleme nicht alle ausgeräumt, doch stimmten die Gesprächsergebnisse die Vereinsführung wieder etwas zuversichtlicher.
Sehr beeindruckt zeigten sich Antoni und Franz nach dem Gespräch mit den Spielern von der uneingeschränkten Bereitschaft der Aktiven, einschließlich Trainer, im Interesse des Vereines, und der Fortführung des Spielbetriebes, bis zum Saisonende auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. Dies gelte gleichermaßen für das Oberliga-Team wie auch für das Bezirksliga-Team."
Von dieser positiven Erkenntnis getragen, stand für die Vorstandschaft des SVB das wichtige Gespräch mit den Verantwortlichen beim Finanzamt in Gelnhausen an. Es galt, die Zahlungsmodalitäten für die aus der Steuerprüfung der Jahre 1996 bis 1999, also aus der Zeit früherer SVB-Vorstände, zu leistenden Steuernachzahlungen zu besprechen.
Wie Manfred Antoni berichtete, sei das Gespräch beim Finanzamt, an dem auch die Amtsleiterin Vittoria teilgenommen habe, harmonisch verlaufen und von großer Kooperations-Bereitschaft seitens der Finanzbeamten geprägt gewesen. Eine neue und positive Erkenntnis nach all den kritischen Verlautbarungen und Aussagen über das Zusammenwirken mit dem Finanzamt in der Vergangenheit, so Antoni wörtlich. Wohlwissend, dass die Zahlungsverpflichtung wohl unumgänglich sei, habe man einen für beide Seiten tragbaren Zahlungsmodus vereinbart, der es den Vereinsverantwortlichen ermöglicht, die Zahlungen jeweils fristgerecht zu leisten.
Hierbei standen dann natürlich auch erleichternd die Einsparungen beim Spielersalär gedanklich Pate. Mit den Ergebnissen aus diesen beiden weiteren wichtigen Schritten, die das Führungs-Quartett des SVB zur Konsolidierung der Vereinsfinanzen unternommen habe, erhoffe man sich jetzt auch einen Umschwung in der zuletzt doch getrübten Stimmung des Vereinslebens. Es müsse ein Ruck durch die Reihen der Vereinsmitglieder gehen, mehr Bereitschaft zur aktiven Mithilfe oder auch zur Verantwortungsübernahme zu zeigen.
Sein Ziel und auch das seiner Vorstandskollegen Jörg Franz, Thomas Börner und Freddy Giera sei es, deutlich zu machen, dass nichts unversucht geblieben sei, um eine positive Ausgangslage für den am 16. Januar 2004 in der Jahreshauptversammlung neu zu wählenden Vorstand sowie für den Fortgang des Spielbetriebes wie auch des Vereinslebens zu schaffen, stellte Antoni fest."

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