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von Bauni » 21. Dez 2003, 14:20
Neues aus Bernbach, sieht wohl etwas besser da aus...
SV Bernbach: Finanzamt zeigt sich kooperativ
Einigung auf Zahlungsweise – Spieler und Trainer verzichten auf Teil ihrer Gehälter
FREIGERICHT (gt). Neue Hoffnung für den finanziell angeschlagenen Fußball Oberligisten SV Bernbach? In einer Pressemitteilung sprach der Verein erstmals nach den jüngsten Negativmeldungen von „positiven Signalen". In der Tat: Durch positiv verlaufene Gespräche mit den Spielern und Trainern – die wohl auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten, – als auch mit den Finanzbehörden erscheint jetzt zumindest der Spielbetrieb bis zum Saisonende gesichert.
Trotzdem bleibt die entscheidende Frage offen: Findet sich überhaupt ein neuer Vorstand und genügend Geldgeber, um den Klub ein Überleben über das Saisonende 2003/2004 zu ermöglichen? Nachfolgend Auszüge die Pressemitteilung im Wortlaut: „Wie die beiden Vorstandsmitglieder Manfred Antoni und Jörg Franz mitteilten, hätten die in den vergangenen Tagen geführten Gespräche mit den Spielern und beim Finanzamt erfreuliche Ergebnisse gebracht. Damit seien zwar die bestehenden Probleme nicht alle ausgeräumt, doch stimmten die Gesprächsergebnisse die Vereinsführung wieder etwas zuversichtlicher.
Sehr beeindruckt zeigten sich Antoni und Franz nach dem Gespräch mit den Spielern von der uneingeschränkten Bereitschaft der Aktiven, einschließlich Trainer, im Interesse des Vereines, und der Fortführung des Spielbetriebes, bis zum Saisonende auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. Dies gelte gleichermaßen für das Oberliga-Team wie auch für das Bezirksliga-Team."
Von dieser positiven Erkenntnis getragen, stand für die Vorstandschaft des SVB das wichtige Gespräch mit den Verantwortlichen beim Finanzamt in Gelnhausen an. Es galt, die Zahlungsmodalitäten für die aus der Steuerprüfung der Jahre 1996 bis 1999, also aus der Zeit früherer SVB-Vorstände, zu leistenden Steuernachzahlungen zu besprechen.
Wie Manfred Antoni berichtete, sei das Gespräch beim Finanzamt, an dem auch die Amtsleiterin Vittoria teilgenommen habe, harmonisch verlaufen und von großer Kooperations-Bereitschaft seitens der Finanzbeamten geprägt gewesen. Eine neue und positive Erkenntnis nach all den kritischen Verlautbarungen und Aussagen über das Zusammenwirken mit dem Finanzamt in der Vergangenheit, so Antoni wörtlich. Wohlwissend, dass die Zahlungsverpflichtung wohl unumgänglich sei, habe man einen für beide Seiten tragbaren Zahlungsmodus vereinbart, der es den Vereinsverantwortlichen ermöglicht, die Zahlungen jeweils fristgerecht zu leisten.
Hierbei standen dann natürlich auch erleichternd die Einsparungen beim Spielersalär gedanklich Pate. Mit den Ergebnissen aus diesen beiden weiteren wichtigen Schritten, die das Führungs-Quartett des SVB zur Konsolidierung der Vereinsfinanzen unternommen habe, erhoffe man sich jetzt auch einen Umschwung in der zuletzt doch getrübten Stimmung des Vereinslebens. Es müsse ein Ruck durch die Reihen der Vereinsmitglieder gehen, mehr Bereitschaft zur aktiven Mithilfe oder auch zur Verantwortungsübernahme zu zeigen.
Sein Ziel und auch das seiner Vorstandskollegen Jörg Franz, Thomas Börner und Freddy Giera sei es, deutlich zu machen, dass nichts unversucht geblieben sei, um eine positive Ausgangslage für den am 16. Januar 2004 in der Jahreshauptversammlung neu zu wählenden Vorstand sowie für den Fortgang des Spielbetriebes wie auch des Vereinslebens zu schaffen, stellte Antoni fest."