Enthauptung eines Fußballgottes

Alles rund um die 1. Mannschaft der Löwen (Registrierung erforderlich)
skippy
Beiträge: 69
Registriert: 3. Apr 2011, 09:20

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von skippy » 23. Jun 2011, 17:30

Gonzo auch von mir 100% zustimmung Klasse beitrag

Matz Nochtgren
Beiträge: 2588
Registriert: 2. Mär 2008, 15:53
Wohnort: Felsberg

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von Matz Nochtgren » 23. Jun 2011, 18:04

Also wenn Hock den Bauer wieder ins Team holt, macht er sich zum clown von china-town...genauso gut könnte er gleich die koffer packen...
Ich glaube nicht , das ihm die fangemeinde das Aussortieren von Bauer verzeihen wird, dafür wird die hna schon sorgen...

Sozialkompetenz
Beiträge: 1579
Registriert: 24. Sep 2006, 09:58

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von Sozialkompetenz » 23. Jun 2011, 18:15

Gonzo hat geschrieben:Ich finde persönlich, jetzt muss mit dieser Thematik erst mal gut sein und die Schärfe kann wirklich herausgenommen werden. Es ist Zeit, wieder herunter zu fahren. Das Ziel, handelnden Personen deutlich zu machen, dass der zuletzt an Tag gelegte Stil ein unwürdiger ist, man sich einen Verein mit Herz wünscht und das ein Bauer nicht irgendein Idiot ist, den man vorführen kann wie einen Kirmesochsen, ist denke ich erreicht. Ob er nun zu verminderten Bezügen als Joker erhalten bleibt oder einen Vorstandposten erhält, ist erstmal zweitrangig. Wichtig ist, dass nun nach einem würdigen Weg gesucht wird. Ich persönlich wünsche mir, dass er hier sein letztes Jahr als Fußballer auch in diesem Beruf ausüben darf.

Der Rest der Diskussion dreht sich inzwischen so sehr im Kreis, dass ich aufgehört habe, sämtliche Beiträge zu lesen. Ich denke, das Signal ist angekommen und wenn der Verein nicht sämtlich von Idioten geführt wird, wird man auch aus den Fehlern lernen. Das gestehe ich auch einem Hock wie jedem anderen Menschen zu und hoffe, dass er im Gegensatz zu Striegel (der mir noch immer Rätsel aufgibt: Ist er tatsächlich nur ein emotionsloser Technokrat oder hat er den Kopf für den Trainer hingehalten, weil er ohnehin unbeliebt war?) bemerkt, dass Politik gegen die Fans zu erbitterten Reaktionen führt. Hock mag zwar kein Anfänger auf dem Gebiet des Trainers sein. Aber er ist ein Anfänger auf dem Gebiet, einen Verein mit aktiver kritischer Fanszene zu trainieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm ein ähnlicher Fauxpas ein zweites Mal passiert. Insofern finde ich schon, dass er sozusagen eine Bewährung durch die Fans erhalten sollte, auch wenn mir da wohl viele nicht zustimmen mögen. Wünschenswert wäre eine Entschuldigung seinerseits, um zur Ruhe zu kommen.

Das soll nicht heißen, dass jetzt Stillstand mit Friede, Freude, Eierkuchen herrschen sollte. Aber die Emotionalität darf jetzt langsam wieder weichen. Wenn ich schreibe, man muss aus dem Geschehen lernen, meine ich damit, dass der Umgang mit den Fans einer Überprüfung bedarf. Ich würde vorschlagen, dass für's Erste in heiklen Fragen, bei denen es zu Fanprotesten kommen könnte, zumindest der Rat von Leuten aus dem Fanspektrum (und hier gibt es einige mit engem Kontakt zur Führungsriege) eingeholt wird, ob so etwas vermittelbar ist. Damit hätte man sich sowohl das RB Leipzig Chaos, als auch die Bauer-Katastrophe verhindern können. Jetzt mag der Einwand kommen, der Verein darf sich von Fans nicht seine Politik vorschreiben lassen. Der Einwand ist richtig, das darf er tatsächlich nicht generell. Aber der Verein muss abwägen, was zumutbar ist und wo eine Grenze überschritten wird. Und das kann er nur, wenn er Kontakt zur Basis hält. Tut er dies nicht, muss er in Kauf nehmen, daß es genau dort rumort und eine Revolution angezettelt wird. Der zweite Schritt sollte in meinen Augen der Weg zu einer Fanabteilung vergleichbar mit dem Supporters-Club des HSV oder der Fuma von Union Berlin sein. (Edit sacht noch, dass ich auch anbieten würde, mich konzeptionell damit auseinander zu setzen) Ich würde stark befürworten, dass eine hier gewählte Person einen Aufsichtsratposten erhält und der Abteilungsleiter automatisch Vorstandsmitglied ist. Das würde nebenbei auch ein gewisses Mitspracherecht einräumen, zumindest aber, gehört zu werden. Ferner wäre es wünschenswert, wieder einen Vorstandsvorsitzenden einzuführen, der jedoch nicht vom Aufsichtsrat, sondern von der Mitgliederversammlung vorgeschlagen und gewählt wird und hauptsächlich repräsentative Aufgaben wahrnimmt, jedoch auch die Möglichkeit zur Intervention hat. Momentan sehe ich die Mitglieder als kastriertes Abnickorgan. In Sachen Bauer hat man auch einfach als Verein gegen den Verein gehandelt - denn der Verein sind die Mitglieder.

Ich bin schon der Auffassung, nun einen Reset vorzunehmen. Man muss bedenken, dass sich die Mannschaft, von der wir uns den Aufstieg erhoffen, gerade in der Vorbereitung befindet, dass wir den Kader noch nicht komplett haben und dass wir noch immer auf einen Hauptsponsor warten.

@Dick: Nein, die Arbeit bezieht sich hauptsächlich auf Prävention, um Konflikte im Vorfeld zu vermeiden. Aus einem Teil der Handlungsanweisungen meinerseits möchte ich aber gerne zitieren. Ich fordere dort abschließend (vor rund einer Woche geschrieben, als hätte ich es geahnt :wink: ):
(...)die Ernstnahme der Probleme der Fans durch Vereine, Verbände und Ordnungsinstanzen. (...) Ein Schritt der Vereine auf die Fangruppierungen zu und die Berücksichtigung der Ängste und Sorgen betreffend ihres Lebensinhaltes können zur Rückbindung der Gruppen an ihre Vereine dienen. Eine weitere Entfremdung hingegen wird Reaktionen auslösen. Man darf hier nicht den Fehler machen, und Fußball als Hobby insbesondere der Ultras ansehen. Fußball und der Verein ist ein nicht austauschbarer Lebensmittelpunkt und diesem muss Rechnung getragen werden.

@Olli Zehe: Auch ich bitte Dich, Deinen Entschluss zu überdenken und uns weiter als engagiertes gutes Gewissen erhalten zu bleiben.
Gonzo ich fand Deinen "scharfen" Beitrag besser, warum meldet sich eigentlich nicht mal Lämmi zu Wort hm oder darf er nicht??

Sozialkompetenz
Beiträge: 1579
Registriert: 24. Sep 2006, 09:58

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von Sozialkompetenz » 23. Jun 2011, 18:17

Matz Nochtgren hat geschrieben:Also wenn Hock den Bauer wieder ins Team holt, macht er sich zum clown von china-town...genauso gut könnte er gleich die koffer packen...
Ich glaube nicht , das ihm die fangemeinde das Aussortieren von Bauer verzeihen wird, dafür wird die hna schon sorgen...
Stimmt Matz er wird keine Zukunft hier mehr haben.

Matz Nochtgren
Beiträge: 2588
Registriert: 2. Mär 2008, 15:53
Wohnort: Felsberg

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von Matz Nochtgren » 23. Jun 2011, 18:26

Ich denke der trainer hat eine 2.chance verdient....Wieviel trainer auf der Gehaltsliste kann sich der KSV denn leisten???

spielbar2
Gebannt
Beiträge: 542
Registriert: 16. Jun 2011, 14:34
Wohnort: Kassel

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von spielbar2 » 23. Jun 2011, 19:04

Matz Nochtgren hat geschrieben:....Wieviel trainer auf der Gehaltsliste kann sich der KSV denn leisten???
Gute Frage :)
Zwei sind es ja schon!
Vielleicht sollte man Dickhaut ebenfalls einen Marketingposten im Verein bei Joe Gibbs anbieten, dass würde dem Verein Geld sparen!
Der Posten ist ja immer noch frei :lol:
Die Mahner müssen das Sagen haben, nicht die Beschwichtiger!

leg
Beiträge: 112
Registriert: 16. Jul 2008, 07:41
Wohnort: Kassel Mitte

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von leg » 23. Jun 2011, 19:10

Gonzo hat geschrieben:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm ein ähnlicher Fauxpas ein zweites Mal passiert. Insofern finde ich schon, dass er sozusagen eine Bewährung durch die Fans erhalten sollte, auch wenn mir da wohl viele nicht zustimmen mögen. Wünschenswert wäre eine Entschuldigung seinerseits, um zur Ruhe zu kommen.

Gonzo, dann kannst Du auch Hocks Rücktritt fordern.Hock hat das gemacht wofür er bezahlt wird und was jeder Trainer macht, den Kader, mit dem er Aufsteigen soll, nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Dafür soll er sich entschuldigen??? Nein, das zu vermeiden was passiert ist wäre die Aufgabe andere gewesen, nicht Hock seine. Wenn er sich jetzt noch entschuldigt ist seine Autorität in der Mannschaft endgültig bei Null. Mal davon abgesehen das das was passiert ist es auch nicht leichter machen wird einen Nachfolger zu finden, weil wir jetz praktisch einen Lex Bauer haben, denn im Endeffekt fordern die meisten(wenn auch unterbewußt) einen Bankplatzgarantie für Bauer. Das folgt zumindest aus Sätzen wie.... für x Jokertore ist er noch gut. Die Frage ist doch ob sich Bauer auch anstandslos 30 Spiele auf die Tribüne gesetzt hätte(das schließe ich nämlich aus: paßt nicht ins System) und ob dann nicht hier eine ähnliche Diskussion vonwegen Demütigung ausgebrochen wäre.

Ich glaube man hätte es einigen garnicht recht machen können, und die Hock und Leopore Raus Fraktion fühlt sich bestärkt, mir tun die inzwischen Schwerpunktmäßig leid. Was übrigens nicht heißt das ich die Art und Weise wie das abgelaufen ist für richtig halte, aber ohne weitergehende Informationen will ich das nicht werten.

Ganz ehrlich bis Montag war ein leichter Optimismus zurückgekehrt. der jetzt tiefsten Pessimismus gewichen ist.

Heidelberger
Beiträge: 602
Registriert: 29. Okt 2010, 21:51
Wohnort: Hamburg

Re: Enthauptung eines Fußballgottes

Beitrag von Heidelberger » 23. Jun 2011, 20:30

leg hat geschrieben:
Gonzo hat geschrieben: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm ein ähnlicher Fauxpas ein zweites Mal passiert. Insofern finde ich schon, dass er sozusagen eine Bewährung durch die Fans erhalten sollte, auch wenn mir da wohl viele nicht zustimmen mögen. Wünschenswert wäre eine Entschuldigung seinerseits, um zur Ruhe zu kommen.
Gonzo, dann kannst Du auch Hocks Rücktritt fordern.Hock hat das gemacht wofür er bezahlt wird und was jeder Trainer macht, den Kader, mit dem er Aufsteigen soll, nach eigenen Wünschen zusammenstellen.
Ja, einen Kader kann sich jeder Trainer nach seinen Wünschen zusammenstellen, wenn die Sponsorenschaft aus Rockefeller, Onassis-Erben und hochkarätigen DAX-Unternehmen besteht, die auch wirklich nennenswert etwas zum Jahresetat beisteuern. Das ist aber beim KSV nicht der Fall. Das DAX-Unternehmen, das drei Jahre lang hier als Hauptsponsor tätig war, hat sich ja bislang immer noch nicht (öffentlich) erklärt, ob es sein Engagement fortsetzt. Und nach den Kapriolen der vergangenen Tage halte ich das auch für illusorisch. Wenn die Trikotbrust blank bleiben sollte, sage ich schon mal brav: Danke, Herr Hock, dass sie dazu Ihren nicht unerheblichen Beitrag geleistet haben.

Ein Trainer hat sich, wenn er bei einem finanziell eher bescheiden ausgestatteten Viertligisten unterschreibt, an der „normativen Kraft des Faktischen“ zu orientieren - und das heißt, die Gegebenheiten, die er bei seiner Vertragsunterschrift antrifft, ein Stück weit zu akzeptieren und unter anderem auch mit Spielern zu arbeiten, die in der folgenden Spielzeit noch unter Vertrag stehen - auch wenn sie sportlich nicht in sein Konzept passen. Meine Güte, Hock hat hier doch bei einem Regionalligisten unterschrieben und nicht bei einem Championsleague-Teilnehmer, der alle Jahre wieder für einen neuen Trainer den Kader runderneuert und für den es als Verein finanziell eine untergeordnete Rolle spielt, ob einige "unnütze" Spieler ihren Vertrag auf der Tribüne oder beim Dauerlauf durch den Stadtpark erfüllen.

Es ist zwar absolut legitim, wenn Hock einem Bauer, Zepek oder Koitka reinen Wein einschenkt und sagt, dass er in der folgenden Saison nicht mehr mit ihnen planen möchte. Das ist sein Job, keine Frage. Und wenn dann ein Koitka in Wuppertal unterschreibt und ein Zepek sich lieber wieder auf seiner Datscha bei Valencia einrichtet, dann ist das okay. Aber wenn die Spieler sich auf ihre Verträge berufen, dann hat die sportliche Leitung das zu akzeptieren. Punkt.

Und darauf hätte ihn der dafür zuständige Vorstand, in dem Fall Schöne, hinweisen müssen. Dann kann der Trainer immer noch versuchen, sein sportliches Konzept im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auf den Kaderpositionen 1 - 15 umzusetzen. Und die Bauers, Koitkas und Zepeks dieser KSV-Welt sind dann zunächst mal die Füllmasse im Kader - die aber im Laufe einer Saison noch sehr wertvoll sein kann. Ein Michael Zepek kann mit seiner Zweikampfstärke immer noch als Einwechselspieler wichtig sein, wenn es gilt, in der Schlussphase einen knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, während ein Kai Koitka als eingewechselter Konterspieler noch für Entlastung sorgen kann, wenn die Spielsituation das erfordert.

Und ein Thorsten Bauer kann als Strafraumspieler immer noch für ein, zwei Tore gut sein - zumindest dann, wenn ihn der Trainer dabei den Rücken stärkt statt ihn zu demontieren. Tottis Trefferquote im Vorjahr mit zehn Buden aus dem Feld heraus war schließlich nicht soo viel schlechter als zu jenen Zeiten, als er seine Torquote noch mit mindestens einem halben Dutzend verwandelten Elfern optimiert hatte.

Gesperrt