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Löwen trauern um "Karlchen" Schmidt
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Löwen trauern um "Karlchen" Schmidt
KSV-Legende verstorben

Löwen trauern um "Karlchen" Schmidt

Die Löwen trauern um einen ganz Großen: Im Alter von 86 Jahren verstarb der frühere Vertragsspieler Karl Schmidt. Schmidt spielte von 1951 bis 1955 für den KSV und wurde zur Legende, weil er der erste Torschütze bei einem Punktspiel im 1953 eröffneten Auestadion war. 1955 wechselte er zur damaligen Spitzenmannschaft 1. FC Kaiserslautern, wurde Nationalspieler und gehörte später über zwanzig Jahre dem DFB-Präsidium an.

Es war der 23. August 1953, kurz vor halb vier. Ein eher kühler, bewölkter Sommertag. Der KSV bestritt als Neuling sein erstes Heimspiel in der damaligen 1. Liga Süd, der Gegner hieß Viktoria Aschaffenburg. Die Mainfranken führten bereits 1:0, es war nicht nur das erste Heimspiel in der Erstklassigkeit, es war zugleich auch die erste Partie im nagelneuen Auestadion, das erst wenige Minuten zuvor offiziell eröffnet wurde. 20.000 waren da und brachen in einen Jubelsturm aus, als der in diesem Spiel als Linksaußen eingesetzte Karl Schmidt den Ausgleich für die traditionell in Weiß-Schwarz kickenden Löwen erzielte. Das erste Punktspieltor für den KSV im Auestadion! An diesem Sonntag war das am Ende zu wenig, Aschaffenburg gewann das Spiel 2:1. Doch am Ende der Saison war die Freude groß, weil die Löwen den Klassenerhalt schafften.

Schmidt war damals ein "Jungspund" wie man sagte. 21 Jahre alt, ein Talent aus der Region. 1951 kam er aus Wabern nach Kassel. Bei den Löwen ging der zielstrebige junge Mann schnell seinen Weg und wurde schon 1952 Stammspieler. Insgesamt kam er auf 87 Einsätze und erzielte dabei 19 Tore. 

Der 1. FC Kaiserslautern, die Mannschaft bei der die Walter-Brüder spielten und die das Gerüst der deutschen Nationalmannschaft bildete, wurde schnell auf den jungen, blonden Mann aus Nordhessen aufmerksam. 1955 wechselte Schmidt in die Pfalz, wurde auch dort Stammspieler und kam zu neun Einsätzen in der Nationalmannschaft. 1958 sollte er mit zur Weltmeisterschaft nach Schweden. Doch Schmidt verzichtete auf die Einladung von Sepp Herberger, weil er mitten im juristischen Staatsexamen stand. Der Beruf hatte in den fünfziger Jahren noch Vorrang vor einer WM.

Nach seiner Karriere arbeitete der Jurist unter anderem im Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz. Bekannt war er aber vor allem als Funktionär beim DFB. Mehr als zwanzig Jahre gehörte Schmidt dem DFB-Präsidium an wurde Ehrenvizepräsident. 

Die Malerei und Tennis waren zwei große Leidenschaften von "Karlchen", wie er von seinen Freunden gerufen wurde. Bis 1990 war er Präsident des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz. Als Rentner kam Schmidt zurück in seine Heimat, wohnte zunächst viele Jahre in Bad Wildungen, bevor er zu seiner Tochter nach Göttingen zog.

Der KSV Hessen trauert um "Karlchen" Schmidt und spricht den Angehörigen seine Anteilnahme aus.

Oliver Zehe

Veröffentlicht: 14.07.2018


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Datum des Ausdrucks: 20.10.2018