Wettbewerbsverzerrung
Verfasst: 19. Jul 2003, 09:09
HABEN DIE LILIEN BALD NUR NOCH AUSWÄRTSSPIEL AUF NEUTRALEM BODEN??
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OBERLIGA HESSEN
Polizei will keine Lilien in Wörsdorf
IDSTEIN. Die Mitteilung der Idsteiner Polizeibehörde am Donnerstagnachmittag traf die Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten TSG Wörsdorf wie ein Schlag. Denn geht es nach den Polizeiverantwortlichen, wird das für den 2. August terminierte erste Saisonspiel der Wörsdorfer gegen den Regionalliga-Absteiger SV Darmstadt 98 nicht auf dem TSG-Sportplatz an der Wallbacher Straße stattfinden. Angesichts erwarteter 800 bis 1000 Lilienfans sei das Sicherheitsrisiko auf dem Sportgelände zu groß, erklärte die Polizei dem Verein, der sich außer Stande sieht, die deshalb von den Behörden geforderten Auflagen zu erfüllen. Diese sehen es als unabdingbar an, dass rund um das Spielfeld ein drei Meter hoher Zaun mit fester Verankerung gezogen wird, zudem separate Eingänge geschaffen werden und der Gastgeber eine grundsätzliche Trennung der beiden Fanlager garantiert.
Aber solche Maßnahmen könne der Verein nicht auf die Schnelle umsetzen und finanzieren, erklärt Günther Mohr, Mitglied im Spielausschuss der TSG Wörsdorf. "Das kann doch nicht sein, dass sich die Polizei nicht in der Lage sieht, ein paar wenige gewaltbereite Fans im Zaum zu halten", erklärt Mohr. Doch enttäuscht ist Mohr auch vom Hessischen Fußball-Verband (HFV). "Da kommt derzeit keinerlei Hilfe", sagt er. Auch nicht von der vom HFV gegründeten Sicherheitskommission. Abgesehen von einer Absichtserklärung, einen Verhaltenskatalog zu erstellen, der Tipps im Umgang mit der Darmstädter Anhängerschar geben soll, sei bislang nichts passiert.
Das soll sich aber bald ändern, geht es nach Klassenleiter Armin Keller. "Nächste Woche werden wir eine Sicherheitskonferenz abhalten und nach einer Lösung suchen." Keller hofft, dass im Zusammenschluss mit Vertretern beider Vereine und der Polizei das Spiel doch noch in Wörsdorf ausgetragen werden kann. Sei das nicht zu realisieren, müsse eben der Spielort verlegt werden, wie das schon zu früheren Oberliga-Zeiten unter Darmstädter Beteiligung vorgekommen war.
Für diesen Fall hat Mohr auch schon Telefonate geführt, um gegebenenfalls die Partie auf dem Wehener Halberg oder im Wiesbadener Stadion an der Berliner Straße auszutragen. Doch Mohr warnt: "Schaut man sich die Verhältnisse aller Oberligaplätze an, müssten die Darmstädter im Grunde fast sämtliche Auswärtsspiele auf neutralem Boden austragen." zi
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OBERLIGA HESSEN
Polizei will keine Lilien in Wörsdorf
IDSTEIN. Die Mitteilung der Idsteiner Polizeibehörde am Donnerstagnachmittag traf die Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten TSG Wörsdorf wie ein Schlag. Denn geht es nach den Polizeiverantwortlichen, wird das für den 2. August terminierte erste Saisonspiel der Wörsdorfer gegen den Regionalliga-Absteiger SV Darmstadt 98 nicht auf dem TSG-Sportplatz an der Wallbacher Straße stattfinden. Angesichts erwarteter 800 bis 1000 Lilienfans sei das Sicherheitsrisiko auf dem Sportgelände zu groß, erklärte die Polizei dem Verein, der sich außer Stande sieht, die deshalb von den Behörden geforderten Auflagen zu erfüllen. Diese sehen es als unabdingbar an, dass rund um das Spielfeld ein drei Meter hoher Zaun mit fester Verankerung gezogen wird, zudem separate Eingänge geschaffen werden und der Gastgeber eine grundsätzliche Trennung der beiden Fanlager garantiert.
Aber solche Maßnahmen könne der Verein nicht auf die Schnelle umsetzen und finanzieren, erklärt Günther Mohr, Mitglied im Spielausschuss der TSG Wörsdorf. "Das kann doch nicht sein, dass sich die Polizei nicht in der Lage sieht, ein paar wenige gewaltbereite Fans im Zaum zu halten", erklärt Mohr. Doch enttäuscht ist Mohr auch vom Hessischen Fußball-Verband (HFV). "Da kommt derzeit keinerlei Hilfe", sagt er. Auch nicht von der vom HFV gegründeten Sicherheitskommission. Abgesehen von einer Absichtserklärung, einen Verhaltenskatalog zu erstellen, der Tipps im Umgang mit der Darmstädter Anhängerschar geben soll, sei bislang nichts passiert.
Das soll sich aber bald ändern, geht es nach Klassenleiter Armin Keller. "Nächste Woche werden wir eine Sicherheitskonferenz abhalten und nach einer Lösung suchen." Keller hofft, dass im Zusammenschluss mit Vertretern beider Vereine und der Polizei das Spiel doch noch in Wörsdorf ausgetragen werden kann. Sei das nicht zu realisieren, müsse eben der Spielort verlegt werden, wie das schon zu früheren Oberliga-Zeiten unter Darmstädter Beteiligung vorgekommen war.
Für diesen Fall hat Mohr auch schon Telefonate geführt, um gegebenenfalls die Partie auf dem Wehener Halberg oder im Wiesbadener Stadion an der Berliner Straße auszutragen. Doch Mohr warnt: "Schaut man sich die Verhältnisse aller Oberligaplätze an, müssten die Darmstädter im Grunde fast sämtliche Auswärtsspiele auf neutralem Boden austragen." zi