Quelle: HNA
Munteres Scheibenschießen
Kasseler SV - KSV Hessen 0:20 (0:8). Tobias Oliev trifft sechsmal im Kreispokalspiel
Kassel. Am Ende ließen sich die Kreisligakicker nur noch auf den Rasen fallen. Arg gefrustet über die rekordverdächtig deutliche Pleite von 0:20 (0:8) gegen Regionalligist KSV Hessen Kassel. Vor allem aber auch völlig am Ende mit den Kräften, aus blanker Erschöpfung nach diesem Kick bei über 30 Grad im Schatten.
Kraft- und saftlos hatten sich die Gastgeber vor 250 Zuschauern allerdings auch schon zuvor präsentiert. Nach einer trotz acht Gegentreffer kämpferisch ordentlichen ersten Halbzeit brachen im zweiten Durchgang alle Dämme. Ganze zwölf Buden kassierten die Hobbyfußballer da gegen die fünf Klassen höher aktiven Löwen, die durchaus noch deutlicher hätten gewinnen können. Praktisch ohne Gegenwehr marschierte der Drittligist wieder und wieder durch die gegnerischen Reihen, an dessen Ende auch der allein gelassene Keeper Julian Zaun das Debakel trotz guter Aktionen nicht verhindern konnte. Auf Seiten der Löwen machte insbesondere der 20-jährige Tobias Oliev mächtig Werbung in eigener Sache. So gingen allein sechs Tore auf das Konto des großgewachsenen Mittelstürmes.
Auch Thorsten Bauer, wie gewohnt eine Bank als Torjäger, ließ sich nicht lange bitten und netzte insgesamt viermal ein. Die beiden schönsten Treffer gebührten allerdings nicht dem Sturmduo, sondern Arnold-Vertreter Pascal Groß. Innerhalb von sieben Minuten gelangen dem Mittelfeldmann zwei Kunstschüsse Marke Tor des Monats. Erst drosch der Jungspund die Kugel von der Strafraumgrenze haargenau in den Winkel (56.), dann ließ er Torwart Zaun mit einem trockenen Drehschuss keine Chance (63.).
Kasseler SV: Zaun - Tiland, Laudien, Rödiger (46. Seiler) - May (61. Genzo), Heinz, Olbrich, Mortas (61. Lieberknecht), Stolte, Haxha - Nickel
KSV Hessen: Seeger - Busch (46. Osterhold), Suslik, Schwager, Wagner - Beyer, Dickhaut, Groß, Fießer - Bauer, Oliev
Tore: 0:1 Tiland (12./Eigentor), 0:2, 0:14, 0:15, 0:19 Bauer (22., 64., 67., 81.), 0:3, 0:4, 0:8, 0:9, 0:11, 0:17 Oliev (23., 31., 45., 53., 57., 73.), 0:5 Schwager (34.), 0:6, 0:10, 0:13 Groß (38., 56., 63.), 0:7 Beyer (42.), 0:12 Fießer (59.), 0:16 Suslik (70./FE), 0:18 Wagner (76./FE), 0:20 Osterhold (86.)
Von Michael Brehme
18.07.2006
Wie geil ist das denn eigentlich? Dickhaut und Bauer als einzige erfahrenere Spieler auf dem Platz und dann
SO ein Ergebnis?

Die Sorgen, die man sich wegen der Jugend der Mannschaft gemacht haben könnte, müssten doch nun geschrumpft sein, oder?
Diese Frage gilt all den Unzufriedenen!