Reitenbreiter hat geschrieben:Loewe 400 hat geschrieben:Und ich wiederum kann zuppler nur teilweise Recht geben. Was heißt schon "können"? Die Familie ist eigentlich kein Grund, nicht zum Fußball zu gehen, es sei denn, es steht eine Hochzeit oder eine Beerdigung an, oder jemand ist schwer krank. Der Partner/die Partnerin hat einen letztlich als Fußball-Fan kennen gelernt und muss insofern damit leben (sonst hätte er/sie einen ja nicht heiraten brauchen). Und es gibt ja auch viele Löwen-Fans, die "trotz" Familie immer oder fast immer dabei sind.
Auch haben wir Fans mit finanziellen Problemen. Aber gerade diese Leute geben oft ihr letztes Hemd für den Verein, das ist ja nicht nur bei uns so.
Wie man also gerade bei Auswärtsspielen (mich langweilen eher Heimspiele, aber ich tu' sie mir trotzdem an) zuhause bleiben kann, ist mir unbegreiflich. Das hat dann wohl eher mit der Mentalität hier zu tun, dass man wirklich Erster sein muss, sonst bleiben die Leute weg.
RWG
Jasch
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Dennoch sollte man die Leute nicht alle in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen. Ist es nicht nachvollziehbar, dass jemandem der 40 - 45 Stunden die Woche wirklich hart gearbeitet hat, am Samstagmorgen die rechte Lust auf 4 Stunden Zug- oder Autofahrt fehlt? Du lebst dein Empfinden für den Verein halt intensiver aus und das ist ok, gibt dir aber nicht das Recht andere quasi zu verteufeln, weil sie's nicht tun. Dir macht glaube ich auch keiner an's Bein, nur weil du die Hälfte deines Lebens in Fussballstadien verbringst, während du in dieser Zeit auch viel Gutes für die Menschheit tun könntest. 8)
Zum einen ist das in der Tat nicht nachvollziehbar, denn eine Zugfahrt (mit dem Auto muss ja sowieso niemand zum Auswärtsspiel fahren) ist ja nichts Anstrengendes, und außerdem geht es hier doch um das Hobby Fußball und das Ausleben eines Stücks Freizeitqualität. Wenn Du so argumentierst, dann kannst Du bestimmt auch Frauen nicht verstehen, die sich sexuell vernachlässigt fühlen. Denen rechnest Du bestimmt auch vor, dass man(n) nach 40-45 Arbeitsstunden pro Woche auf sowas "Anstrengendes" halt am Samstag Abend keine Lust mehr hat, oder?
Und mit dem anderen Argument bist Du bei mir ja nun völlig an den Falschen geraten. Erstmal ist es ja nun so, dass wir uns hier über Fußballfans bzw. solche, die sich für welche halten, unterhalten. Dann werden die Wenigsten von denen, die gerne diversen Löwenspielen fernbleiben, sich dermaßen sozial engagieren, dass hier ein Vergleich angebracht wäre. Wenn dem so wäre, dann würde ich da auch gar nichts gegen sagen, wenn sie so etwas ihrem Verein vorziehen würden. Aber so gewaltige Wohltäter für die Menschheit sind ja wohl die allerwenigsten eingefleischten Fußballanhänger, dass sie extra deswegen auf die Spiele ihres Vereins verzichten. Dazu kommt, dass ich mich schon in verschiedenen Bereichen sozial engagiere. Ich weiß, dass es mehr sein könnte, aber ich tue mit Sicherheit mehr als der eine oder andere Mitmensch, und ausgerechnet die, die unnachvollziehbar KSV-Spiele auslassen, sind mit Sicherheit nicht die sozialen Wohltäter unserer Gesellschaft.
Ich denke also, wer fünf, sechs mal die Mannschaft auswärts anfeuert, der hat auch seine Schuldigkeit getan.
Denkst Du, ist aber letztlich Quatsch (sorry)! Warum anderen Spielen fern bleiben, wenn eigentlich gar kein besonderer Grund dafür vorliegt? Als Fan will man doch möglichst immer mit dabei sein, ansonsten fehlt einem was.
Zumindest aber brauchen sich die Leute dann nicht zu beschweren, wenn der Liveticker nicht funktioniert (ist natürlich trotzdem kein Zustand, ich hatte mich ja während Auslandsabwesenheiten auch schon drüber aufgeregt), denn sie hätten ja auch vor Ort sein können. Und das ist ja wohl nur das, was Red Lion sagen wollte.
Der Aufruf zur Vernachlässigung der Familie/Partnerin oder zum Geben des letzten Hemdes sind hoffentlich nur halbernst gemeinte Plattitüden. Da gibt es bei aller Liebe doch einiges, was dagegen spricht.
Was für ein Aufruf? Das war eine Feststellung, wie es sein müsste, und natürlich war das hundertprozentig Ernst gemeint! Das mit dem letzten Hemd ist doch nun wirklich nichts Neues, und wenn Du ein paar KSV-Fans kennen würdest, wüsstest Du, dass es solche Leute auch bei uns gibt. In der Bundesliga ist das in gewissen Regionen ja noch viel krasser.
Und die Partnerin/Familie vernachlässigt man doch nicht! Man tut doch nur das, was man schon immer getan hat! Es wäre im Gegenteil eine Vernachlässigung des Vereins, wenn man sich mehr um seine Partnerin kümmert als um seine ewige Liebe, den KSV. Denn diesen gab es schon immer, da ist man schon immer hingegangen. Die Frau dagegen kam später dazu. Und wenn man ein ehrlicher und aufrichtiger Mensch ist, dann macht man aus seiner Leidenschaft Fußball kein Geheimnis, sagt dass es sein Leben ist, seinen Verein Woche für Woche zu supporten. Entweder es wird so akzeptiert, oder man passt nicht zusammen- so einfach ist das. Frauen kommen und gehen - der Verein bleibt (auch wenn sich in unserem Fall der Name mal geändert hat, aber ist ja egal)!
Dazu kommt, dass man bei seiner Partnerin/Familie ja sonst schon die ganze Woche über sein kann. Der Samstag gehört einfach dem Fußball. Ist das von Anfang an so geregelt, darf das auch nie ein Problem sein (außer natürlich bei schon erwähnten ganz besonderen Anlässen).
RWG
Jasch