SV Bernbach: Aus schon in der Winterpause?
Verfasst: 6. Dez 2003, 20:22
<b>Letzter Auftritt in dieser Besetzung</b>
Beim Spitzenreiter krasser Außenseiter – Überlebenskampf und Vertragsgespräche
FREIGERICHT (lh) - In gewisser Weise ist es das Spitzenspiel des letzten Spieltages vor der Winterpause: Tabellenführer Darmstadt 98 empfängt morgen (14 Uhr, Stadion Böllenfalltor) die aktuell beste Rückrundenmannschaft der Fußball Oberliga, den SV Bernbach (drei Spiele, drei Siege). Doch realistisch betrachtet empfängt der unter Profibedingungen arbeitende Regionalliga-Aspirant den um sein (nicht nur Samstag, 14 Uhr, Böllenfalltor, SV Darmstadt 98 – SV Bernbach
sportlich) Überleben kämpfenden Dorf-Klub aus dem Freigericht. Dementsprechend verbietet sich fast die Frage nach dem Favoriten. Aber trotzdem hat SVB-Coach Reinhold Jessl die Hoffnungen auf eine Sensation nicht aufgegeben. „Wir sind krasser Außenseiter, haben zuletzt aber reichlich Selbstvertrauen getankt. Zudem lastet der ganze Druck auf Darmstadt. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung wie zuletzt Baunatal“, so der Ex-Profi. In der Tat: Auch die Nordhessen reisten einst als krasser Außenseiter ans Böllenfalltor und erkämpften dort ein 3:3 – es war aber auch der einzige „Fehltritt“ der Lilien im heimischen Stadion, wo ansonsten neun makellose Siege in der Statistik stehen. „Gerade unsere jungen Spieler dürfen sich von der Stadionatmosphäre und den erwarteten 3500 Zuschauern nicht nervös machen lassen. Wenn sie daraus eher eine zusätzliche Motivation schöpfen, wir mit Lauf- und Kampfbereitschaft möglichst lange ein Unentschieden halten und Darmstadt nervös machen, könnte es vielleicht klappen“, macht Jessl gerade seinen zuletzt in der Leistung stabiler gewordenen jungen Spielern Mut. Positiv: Der 41-Jährige kann auf die Elf zurück greifen, die zuletzt den Darmstadt-Bezwinger FSV Frankfurt mit 2:1 in die Knie zwang. Allerdings musste er im Training improvisieren, da mit Kraft, Wirsing, Oymak, Henning (alle beruflich verhindert) sowie Neis (Knie verdreht) gleich fünf Mann bei den Übungseinheiten am Montag und Dienstag passen mussten.
Nichts neues gibt es derweil aus dem Umfeld: Hinter den Kulissen wird weiter um das Überleben des finanziell angeschlagenen Klubs gekämpft, während parallel dazu die sportlichen Planungen für die Fortsetzung der Rückrunde vorangetrieben werden. So gibt es weiter Gespräche mit möglichen Neuzugängen (Marco Roth, Kai-Uwe Giersch, Ingo Vermeer, dazu wohl noch zwei Akteure des Ligakonkurrenten Flieden), während auf der anderen Seite noch lange nicht klar ist, wie und ob es nach der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 2004 weiter geht. „Fakt ist, dass der aktuelle Vorstand vor der Jahreshauptversammlung keine Vertragsunterschrift mit neuen Spielern leisten wird“, so der Sportliche Leiter Jörg Franz.
Trainer Reinhold Jessl, der übrigens heute bei der WM-Qualifikationsauslosung in Frankfurt live dabei ist, plant trotzdem die Vorbereitung für die Fortsetzung der Meisterschaftsrunde: Nach dem Darmstadt-Spiel verabschiedet sich die Mannschaft – die in dieser Besetzung wohl das letzte Mal am Samstag auflaufen wird – in die Winterpause. Zwei Hallenturniere (in Niederrodenbach, Obi-Cup des FSV Großenhausen) stehen als „Zwischenspiel“ auf dem Programm, zudem die Wintercup-Turniere des FSV Hailer und SV Neuses. Erster Härtetest soll dann der Test gegen Kickers Offenbach II am 31. Januar werden. <b>Sofern bei der Jahreshauptversammlung nicht das sofortige Aus des SVB beschlossen wird.</b>
(Quelle: Gelnhäuser Tageblatt; 05.12.2003)
Beim Spitzenreiter krasser Außenseiter – Überlebenskampf und Vertragsgespräche
FREIGERICHT (lh) - In gewisser Weise ist es das Spitzenspiel des letzten Spieltages vor der Winterpause: Tabellenführer Darmstadt 98 empfängt morgen (14 Uhr, Stadion Böllenfalltor) die aktuell beste Rückrundenmannschaft der Fußball Oberliga, den SV Bernbach (drei Spiele, drei Siege). Doch realistisch betrachtet empfängt der unter Profibedingungen arbeitende Regionalliga-Aspirant den um sein (nicht nur Samstag, 14 Uhr, Böllenfalltor, SV Darmstadt 98 – SV Bernbach
sportlich) Überleben kämpfenden Dorf-Klub aus dem Freigericht. Dementsprechend verbietet sich fast die Frage nach dem Favoriten. Aber trotzdem hat SVB-Coach Reinhold Jessl die Hoffnungen auf eine Sensation nicht aufgegeben. „Wir sind krasser Außenseiter, haben zuletzt aber reichlich Selbstvertrauen getankt. Zudem lastet der ganze Druck auf Darmstadt. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung wie zuletzt Baunatal“, so der Ex-Profi. In der Tat: Auch die Nordhessen reisten einst als krasser Außenseiter ans Böllenfalltor und erkämpften dort ein 3:3 – es war aber auch der einzige „Fehltritt“ der Lilien im heimischen Stadion, wo ansonsten neun makellose Siege in der Statistik stehen. „Gerade unsere jungen Spieler dürfen sich von der Stadionatmosphäre und den erwarteten 3500 Zuschauern nicht nervös machen lassen. Wenn sie daraus eher eine zusätzliche Motivation schöpfen, wir mit Lauf- und Kampfbereitschaft möglichst lange ein Unentschieden halten und Darmstadt nervös machen, könnte es vielleicht klappen“, macht Jessl gerade seinen zuletzt in der Leistung stabiler gewordenen jungen Spielern Mut. Positiv: Der 41-Jährige kann auf die Elf zurück greifen, die zuletzt den Darmstadt-Bezwinger FSV Frankfurt mit 2:1 in die Knie zwang. Allerdings musste er im Training improvisieren, da mit Kraft, Wirsing, Oymak, Henning (alle beruflich verhindert) sowie Neis (Knie verdreht) gleich fünf Mann bei den Übungseinheiten am Montag und Dienstag passen mussten.
Nichts neues gibt es derweil aus dem Umfeld: Hinter den Kulissen wird weiter um das Überleben des finanziell angeschlagenen Klubs gekämpft, während parallel dazu die sportlichen Planungen für die Fortsetzung der Rückrunde vorangetrieben werden. So gibt es weiter Gespräche mit möglichen Neuzugängen (Marco Roth, Kai-Uwe Giersch, Ingo Vermeer, dazu wohl noch zwei Akteure des Ligakonkurrenten Flieden), während auf der anderen Seite noch lange nicht klar ist, wie und ob es nach der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 2004 weiter geht. „Fakt ist, dass der aktuelle Vorstand vor der Jahreshauptversammlung keine Vertragsunterschrift mit neuen Spielern leisten wird“, so der Sportliche Leiter Jörg Franz.
Trainer Reinhold Jessl, der übrigens heute bei der WM-Qualifikationsauslosung in Frankfurt live dabei ist, plant trotzdem die Vorbereitung für die Fortsetzung der Meisterschaftsrunde: Nach dem Darmstadt-Spiel verabschiedet sich die Mannschaft – die in dieser Besetzung wohl das letzte Mal am Samstag auflaufen wird – in die Winterpause. Zwei Hallenturniere (in Niederrodenbach, Obi-Cup des FSV Großenhausen) stehen als „Zwischenspiel“ auf dem Programm, zudem die Wintercup-Turniere des FSV Hailer und SV Neuses. Erster Härtetest soll dann der Test gegen Kickers Offenbach II am 31. Januar werden. <b>Sofern bei der Jahreshauptversammlung nicht das sofortige Aus des SVB beschlossen wird.</b>
(Quelle: Gelnhäuser Tageblatt; 05.12.2003)