sam hat geschrieben:Wenn der Verband so entscheidet, dann ist das in Ordnung!.
Genau das ist ein großer Teil des Problems. Die Vereine machen sich landauf, landab zum willigen Erfüllungsgehilfen für jede noch so lächerliche Vorgabe des Verbandes. Dass es auch anders geht, zeigt der Vereinsstreik in der Kreisliga Gelsenkirchen gegen die Anstoßzeiten in der Saison 2009/2010. Die Jungs haben echt mal Eier in der Hose!
Wo bleibt die Ansage, dass die Entscheidung auch inhaltlich richtig ist? Wo bleibt die Aussage: "Wir stehen auf der Seite des Verbandes"? Eine Position zwischen dem Verband auf der einen und den Fans auf der anderen Seite gibt es bei so einer Frage nicht! Mir fehlt die klare Kante!
Es gibt bei der Spielverlegung doch drei Möglichkeiten: 1. Man findet sie als Verein gut und hat den Mut das auch zu sagen. 2. Man findet sie nicht gut und hat auch den Mut das zu sagen. 3. Man hat nicht den Mut klare Aussagen zu treffen und tut so als bliebe einem nichts anderes übrig als alle Entscheidungen des Verbandes zu exekutieren.
Mit der Aussage: Lieber wenig Zuschauer und damit weniger Sicherheitsausgaben positioniert man sich jedenfalls gegen ALLE Fans (siehe Argument Schichtdienst) und nicht gegen die, die eventuell eine Mitschuld an den hohen Polizeiaufgeboten tragen.
Von zwei Seiten werden außerdem in Anküpfung an die Frage der Spielverlegung Stellvertreterkriege geführt. Beides finde ich falsch, macht die Position in der jeweiligen Frage unglaubwürdig und gehört hier nicht hin!!!
1. Cappostand:
sam hat geschrieben:Den Cappostand hat der Verein den Fans bezahlt, den zu zerstören ist so schwachsinnig wie nichts auf diesem runden Erdball.
Vielleicht sollte man noch das Video zu dem Ereignis einstellen, damit der eine oder andere sich auchmal öffentlich wiederfinden kann.
Ich habe die Aktion nicht mitbekommen. Das muss ich im übrigen auch nicht, um zu wissen, dass man mit verbalen Gefächten dieser Art das Gegenteil erreicht von dem was man will. Sowas verhärtet die Fronten und wird eine ähnliche Reaktion hervorrufen. Enttäuscht zu sein und den Jungs Undankbarkeit zu unterstellen ist die eine Sache und wäre okay, die Geschichte öffentlich in zwei Beiträgen zu dem schlimmsten Verbrechen überhaupt zu machen, schießt über das Ziel hinaus. Warum nicht die Jungs direkt ansprechen? Warum in einem Thread zur Spielverlegung? Sind die Ultras etwa dran schuld? Führen die, die Gespräche im Vorfeld mit dem Verband? Das hätte sicher einen hohen Unterhaltungswert.
2. Die Position des Sicherheitsbeauftragten
Man sollte dem Sicherheitsbeauftragten keine Position in den Mund legen und Entscheidungskompetenzen andichten, ohne ihn gehört zu haben. Mir kommt es vor, als seien die Angriffe auf ihn stellvertretend für andere seiner Entscheidungen. Das macht die Kritik unglaubwürdig. Eine Position zugunsten der Fans wäre auch von ihm wünschenswert. Wenn nicht, so hoffe ich doch, dass wenigstens er den Mut hat zu sagen, was Sache ist. Das Prinzip: "Keine Verurteilung vor der Anhörung" sollte von den Fans vorgelebt werden...
MW hat geschrieben:Was soll's,ich fahre aus Ärger über diese neuen Zeiten Samstag nach BS und gucke mir Eintracht Braunschweig gg. Union Berlin an.
Gute Alternative! Warum? Es gastiert ein Verein, der bei der Erfüllung von DFB Auflagen eben nicht das Gesicht verliert und eine streitbare Vereinskultur auf beiden Seiten - sowohl von Verein als auch Fans! - besitzt. Beides fehlt uns derzeit offensichtlich!