bergerjoerg hat geschrieben: Warum, ernsthafte Frage, glaubt ihr eigentlich, beschäftigt sich die DFL gerade in den letzten Jahren mit diesem Thema, wenn doch alles immer friedlicher geworden ist? Haben die nichts Besseres zu tun?
Also, ich denke man möchte beim Fußball eine andere Klientel ansprechen (Blatter fordert Opern-Verhältnisse), die höhere Umsätze und Profite erwarten lässt. Man möchte sich eigentlich gern des alkoholisierten Pöbels entledigen und zahlungskräftige Familien ins Stadion holen, braucht aber andererseits die Emotionen gerade des Pöbels, um das Event zum Event werden zu lassen. So spannend ist Fußball dann auch wieder nicht, dass man es in sanfter Stille genießen mag.
Bisher erschien es mir allerdings eher so zu sein, die Politik hätte stillschweigend die Ausschreitungen beim Fußball lange akzeptiert, um den Unzufrienden ein Ventil zum Frustabbau zu geben, also sich quasi unter Aufsicht gegenseitig die Backen zu massieren. Oder auch um die Sondereinsatzkräfte für den Ernstfall (Unruhen im Inland) fitzuhalten, dem Muskelkater beim Schlagstockeinsatz quasi vorzubeugen. Ein wenig Zynismus am Rande.
Empfehlen kann ich etwa den Film auf youtube "Hooligans & Thugs - Soccer's most violent fan fights". Solche Bilder sehe ich heute sicher nicht mehr...und Fanprojekte, Zäune, etc. haben bestimmt dazu beigetragen, dass es das nicht mehr gibt.