Beitrag
von Stehplatznörgler » 10. Mai 2011, 10:49
Seinen Abgang bei Homburg hab ich mit gemischten Gefühlen beobachtet. Der Art und Weise wie er in Kassel allerdings die Aufgaben angenommen hat, zolle ich wiederum Respekt - trotz mäßiger sportlicher Bilanz (1S, 1U, 1N) und dem Verfehlen der eigenen Zielsetzung. Er hat schonungslos die spielerischen und taktischen Fehler benannt und auch die Tatsache, dass der KSV zu ängstlich spiele. All das haben die Verantwortlichen in den Spielen vorher vermieden, wohl aus Angst man können Unruhe in den Verein bringen - was für ein Eigentor. Hock hat den Mut junge Leute zu bringen und früh durch Auswechslungen wichtige Signale in die Mannschaft zu geben. Ich traue ihm zu, dass er ausreichend "Kenner der Szene" ist und bei dem Neuaufbau wertvolle Kontakte hat. Hat man seine Zusage, ist es vielleicht auch ein wichtiges Signal an Sponsoren, dass ein seriöser Neustart unter seiner Federführung stattfindet. Vor allem aber, könnte man früh mit den Planungen beginnen.
Lieber Herr Hock und aus ihrer Sicht? Sie sind ein Trainer, der noch viel erreichen will und der lieber heute als morgen im bezahlten Fußball auf sich aufmerksam machen will. Schaffen sie das mit dem KSV, würde die Strahlkraft enorm sein. Wie man in diesen schweren Wochen sieht, ist das Kasseler Publikum ein sehr emotional labiles. So ausgiebig, wie wir uns jetzt in unseren apokalyptischen Gefühlen suhlen, so ekstatisch würden wir den Aufstieg feiern - das würde ganz Fußballdeutschland zur Kenntnis nehmen müssen. Ab diesem Zeitpunkt wären sie nicht mehr der Mann, der einst Wehen in Liga 2 führte, sondern derjenige, der unmögliches möglich macht. Kurzum: Weiter machen!