Re: Perspektive 2019/20
Verfasst: 19. Jun 2019, 08:46
Erst einmal gebietet es die Höflichkeit, den neuen Trainer zu begrüßen und ihm viel Erfolg zu wünschen.
Den Prozess der Trainerfindung darf man allerdings durchaus kritisch beleuchten, das hat wie immer nichts mit Mährerei (der beliebten argumentativen Totschlagkeule) zu tun, sondern mit aufgeklärter und mündiger Beobachtung. Danach muss man feststellen, daß der Verein offenbar je nach Gesprächsstand mit diversen Kandidaten wechselnde Vorstellungen über die künftige Ausrichtung lancierte.
Nach dem offenbar als zu weich empfundenen Kumpeltyp Cramer in Doppelfunktion soll es nun also der professionelle harte Vollzeitschleifer mit Lehrerschein von außerhalb richten, den sich angeblich auch die Mannschaft wünscht. Das Modell junger regionaler Trainer wird nun - zumindest in Bezug auf Regionalität
- von Müller abgedeckt.
Zu dem angeblichen Mannschaftswunsch kann man sagen - mit Verlaub: Wer nur motiviert ist, wenn man ihn triezt, der verfügt im Umkehrschluß wohl nicht über genug Eigenantrieb und sehnt sich insgeheim nach hierarchischeren Strukturen. Das ist dann allerdings auch eine Frage des Intellektes. Diese Sehnsucht nach der harten führenden Hand wirkt leider furchtbar rückwärtsgewandt und unmodern.
Aber egal - der Zweck heiligt die Mittel und der Erfolg könnte diesen nun getroffenen Personalentscheidungen recht geben. Wie das hier in Kassel nicht ganz unwichtige Verhältnis zu den Fans sein wird, hängt in entscheidendem Maße vom Kommunikationsstil des Neuen ab. Zu dieser Kompetenz hört man bislang noch nicht viel. Die Fußstapfen Cramers sind hier sehr groß. Die Akzeptanz Hirschs' wird also zunächst über den sportlichen Erfolg getriggert werden müssen. Auch da sei auf die Faktenlage hingewiesen. Im semiprofessionellen Bereich erreichte Hirsch in 95 Pflichtspielen mit SV Elversberg und VfB Oldenburg durchschnittlich 1,47 Punkte pro Spiel (PPS), Cramers Schnitt lag in 111 Spielen mit dem KSV bei 1,60 PPS.
Man darf gespannt sein....
Den Prozess der Trainerfindung darf man allerdings durchaus kritisch beleuchten, das hat wie immer nichts mit Mährerei (der beliebten argumentativen Totschlagkeule) zu tun, sondern mit aufgeklärter und mündiger Beobachtung. Danach muss man feststellen, daß der Verein offenbar je nach Gesprächsstand mit diversen Kandidaten wechselnde Vorstellungen über die künftige Ausrichtung lancierte.
Nach dem offenbar als zu weich empfundenen Kumpeltyp Cramer in Doppelfunktion soll es nun also der professionelle harte Vollzeitschleifer mit Lehrerschein von außerhalb richten, den sich angeblich auch die Mannschaft wünscht. Das Modell junger regionaler Trainer wird nun - zumindest in Bezug auf Regionalität
- von Müller abgedeckt.
Zu dem angeblichen Mannschaftswunsch kann man sagen - mit Verlaub: Wer nur motiviert ist, wenn man ihn triezt, der verfügt im Umkehrschluß wohl nicht über genug Eigenantrieb und sehnt sich insgeheim nach hierarchischeren Strukturen. Das ist dann allerdings auch eine Frage des Intellektes. Diese Sehnsucht nach der harten führenden Hand wirkt leider furchtbar rückwärtsgewandt und unmodern.
Aber egal - der Zweck heiligt die Mittel und der Erfolg könnte diesen nun getroffenen Personalentscheidungen recht geben. Wie das hier in Kassel nicht ganz unwichtige Verhältnis zu den Fans sein wird, hängt in entscheidendem Maße vom Kommunikationsstil des Neuen ab. Zu dieser Kompetenz hört man bislang noch nicht viel. Die Fußstapfen Cramers sind hier sehr groß. Die Akzeptanz Hirschs' wird also zunächst über den sportlichen Erfolg getriggert werden müssen. Auch da sei auf die Faktenlage hingewiesen. Im semiprofessionellen Bereich erreichte Hirsch in 95 Pflichtspielen mit SV Elversberg und VfB Oldenburg durchschnittlich 1,47 Punkte pro Spiel (PPS), Cramers Schnitt lag in 111 Spielen mit dem KSV bei 1,60 PPS.
Man darf gespannt sein....