Droht uns so etwas auch irgendwann?

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Matz Nochtgren
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von Matz Nochtgren » 19. Dez 2012, 22:37

Ultras müssen sich halt selbst wichtig nehmen, weil es sonst niemand tut...... :-?

CapriSonne
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von CapriSonne » 20. Dez 2012, 00:28

Du bist ein Hafensänger, Junge, Junge. :roll:

hessenkassel1987
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von hessenkassel1987 » 20. Dez 2012, 01:14

Lokalmatador hat geschrieben:hessenkassel1987, was bitte ist daran verwerflich, dass sich Leute, die ihren Verein nicht nur hin und wieder oder von mir aus auch bei jedem Heimspiel besuchen, sondern den Verein leben und erst zu dem machen, was er überhaupt ist, anmaßen in gewissen Ding ernst genommen zu werden?

Und zwar mehr als diejenigen, die eben nur hin und wieder da sind...in jedem sozialen Gebilde ist das so, dass Leute die viel machen, auch viel zu sagen haben.
Du zum Beispiel bist mir nicht bekannt, allein das ist Grund dafür, dass ein Beitrag von gonzo hier wohl ein höheres Gewicht hat, als von dir. Weiterer Unterschied ist natürlich, dass der eine Beitrag fundiert und deiner eben arg oberflächlich und lediglich mit Phrasen behaftet ist. Fundierte Argumente aus der eine fruchtbare Diskussion entstehen kann, finde ich jedenfalls nicht.
Das unterscheidet die Kritiker der DFL zumeist von den Befürwortern.

P.S. Doch es ist unser Sport, Fußball lebt einzig und allein durch seine Fans.
Nicht durch Konsumenten, treulose Funktionäre und Logen.

Nein ist es nicht! Dann sag das mal alljenen, die Woche für Woche in den unteren Jugendmannschaften aktiv sind, als Schiedsrichter auf Kreisebene aktiv, oder in den Kreisligen um Punkte kämpfen. Für mich ist es deren Sport-
Wie mir klar war gilt mein Beitrag als Oberflächig, mit Phrasen behaften usw....
Da mich diese Debatte anödet schließe ich Matz an

Lokalmatador
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von Lokalmatador » 20. Dez 2012, 04:12

ChristianN´s Beiträge ist in der Tat einer der wenigen Beiträge in diesem Thema, der etwas mehr Anstoss zur Diskussion bringt. Wenn mir auch zum Teil die Worte im Mund umgedreht bzw. wieder viel polemisiert wird. Zugebenermaßen kann man meinen Beitrag vielleicht auch genauso auffassen, wenn man das möchte.
Hiermit z.B. hast du vollkommen recht:
Der Verein wird im wesentlichen geprägt durch seine Mitglieder, die Spieler und Funktionäre, die vielen ehrenamtlichen Helfer. Und natürlich spielen die Fans und Zuschauer auch eine gewichtige Rolle, wenn man sich am Rande des professionellen Sports bewegt
hessenkassel1987 hat geschrieben:Dann sag das mal alljenen, die Woche für Woche in den unteren Jugendmannschaften aktiv sind, als Schiedsrichter auf Kreisebene aktiv, oder in den Kreisligen um Punkte kämpfen. Für mich ist es deren Sport
Berechtigte Aussage, aber willst du den Fussball in den Amateur-Ligen oder gar im Nachwuchsbereich allen ernstes mit dem professionellen Fussball vergleichen? Klar lebt ein Dorfclub in hohem Maße von den Ehrenämtlern, von den Aktiven die Woche für Woche die Knochen hinhalten, von denjenigen die die Schiedsrichter-Leistungen für die Vereine erbringen, von Gönnern und von fussballbegeisterten Jugendlichen, die das Ganze auch über die Generation hinaus am Leben erhalten. Ich bin seit 20 Jahren aktiver Fussballer und würde nie etwas anderes behaupten. Der Unterschied ist hier aber, dass die oben aufgezählten Personen, ob Gönner oder Aktive, zumeist auch selbst die größten Fans dieser Vereine sind. Im bezahlten Fussball ist das doch nur noch ganz vereinzelt anzutreffen. Wieviele Spieler, Trainer oder Funktionäre aus der jüngeren „Fussball-Manager-Generation“ kannst du mir denn nennen, die Ihre Vereine viele Jahre die Stange halten? Spieler wie Thorsten Bauer, Funktionäre wie Calmund oder Hoeneß oder einfach nur Betreuer wie Charly Neumann und Herrmann Rieger gibt es großen und ganz großen Fussball-Business doch kaum noch. Daher hinkt dieser Vergleich einfach. Die Identität eines (semi-) professionellen Clubs schaffen doch fast ausschließlich noch die Fans (Union Berlin vielleicht mal ausgenommen. Hat aber damit zu tun, dass in keinem Proficlub in Deutschland den Fans ein derart großes Mitspracherecht eingeräumt wird bzw. dort die Leute im Verein schlicht näher an der Basis, sprich den Bedürfnissen der Fans sind).
Merke: Eine Suffkutte ist kein Fan. Und wer nur gelegentlich zu Heimspielen geht, auch nicht. Und wer sich nicht am Stimmungsboykott beteiligt auch nicht. Und diejenigen, die der Lokalmatador nicht persönlich kennt schon mal gar nicht
Das musst du mir jetzt aber genau zeigen, wo ich das behauptet habe. Das Wort „Suffkutte“ ist vielleicht in einem anderen Beitrag etwas unglücklich gewählt. Wäre aber jetzt auch müßig zu erklären. Es soll mal synonym stehen für ein stumpfes, unkritisches und durch Stammtischparolen vorgeprägtes Meinungsbild. Wer sich das Ganze mal in Braunschweig angesehen hat, wird gerade ein ähnliches Bild vor Augen haben wie ich. Wie gesagt, es ist aber gewiss das falsche Wort.
Es geht auch nicht darum, dass sich jeder am Stimmungsboykott beteiligt. Die Leute die es tun aber mit Bechern zu bewerfen, auszupfeifen, verbal und körperlich anzugreifen und Aussagen zu tätigen wie „Das sind keine Fans“, nur weil sie ausnahmsweise mal nicht das tun, was sie sonst immer tun und wofür sie ja anscheinend auch gebraucht werden ist schlicht respektlos. In diesem Punkt stimme ich übrigens mit dem Stehplatznörgler voll und ganz überein. Weiterer Boykott wird die Lage noch verschlimmern und die Fanszenen & alle anderen Fans und Stadionbesucher werden weiter auseinanderdriften, aber zur Tagesordnung übergehen ist nun mal auch keine Option. Ich bin jedenfalls gespannt ob die Fanszenen es schaffen auf eine konstruktive bzw. kreative Art und Weise aufzuzeigen, dass es ohne sie nicht geht. Die Fans von Dynamo Dresden haben genau das am vergangenen Sonntag m.E. wirklich gut hinbekommen. Auch mit dem „Gelegenheitsbesucher“ ist eher die Spezies gemeint, die im Erfolgsfall da ist, ansonsten aber weg bleibt und dann aber zu jeder Frage eine Antwort hat. Oder das Ganze, wie bei Bundesligavereinen üblich, gar nur vorm Pay-TV verfolgt. Nicht aber diejenigen meine ich, die aus welchen Gründen auch immer, nur begrenzt Spiele im Stadion verfolgen oder eben vielleicht auch garnicht. Da gibt es unfassbar viele, bei denen das wenig mit sportlichem Erfolg zu tun hat und somit auch ganz bestimmt den Verein zu dem machen, was er ist. Nicht nur die Leute in der Kurve und noch viel weniger sollten sich das die Ultras als Ihr Alleinanspruch "die wahren Fans" zu sein auf die Fahne malen.
Nun ja und zu einigen Usern hier, die zwar zu allem eine Meinung aber nur von wenig eine Ahnung haben, werde ich mich jetzt nicht weiter auslassen. Während wir hier aber von Gonzo und dem Stehplatznörgler detaillierte Beiträge lesen, die sich konstruktiv mit einer Lösung des zweifelsohne vorhandenen Problem beschäftigen und wirkliche Argumente und Fakten liefern, liest man an anderer Stelle nur Aussagen wie
Langsam wird es einfach nur langweilig
oder den Vorwurf gegen die aktiven Fanszenen, im Speziellen Ultras, sie würden sich zu wichtig nehmen. Die ersten Wochen der 12:12 Aktion haben eindrucksvoll gezeigt, dass er hier bei Weitem nicht nur um Ultras geht, sondern, dass es jeden einzelnen Stadionbesucher etwas angeht. Ja sogar diejenigen, welche den Fussball ausschließlich vor den TV-Geräten verfolgen. Denn Fussball ohne Atmophäre ist auch vorm Fernseher gespenstisch! Aber genau das ist die Zukunft, wenn man die Fankultur immer weiter beschneidet. Das mag ein schleppender Prozess sein, aber irgendwann nicht mehr aufzuhalten. Es gibt mahnende Beispiele en masse. Sei es die englische Premier League im Allgemeinen oder Heimspiele des FC Bayern. Das, um den Fussball doch halbwegs so zur erhalten wie ihn die meisten kennen und lieben, vieles auch an den Fanszenen selbst liegt, steht hierbei völlig außer Frage.
In einem muss ich dir aber noch Recht geben. Den Fussball zu seinem einzigen Lebensinhalt zu erklären, halte ich auch für gefährlich. Das sehe ich heute so und wenn ich mich richtig erinnere, wusste ich es auch schon zu Zeiten des FC Hessen als ganz kleiner Knirps :wink:
"Und ich verliebte mich in den Fußball wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würde." (Hornby)

ChristianN
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von ChristianN » 20. Dez 2012, 12:42

Lokalmatador, ich merke gerade, dass wir und einige andere von der Sache her wohl gar nicht so weit auseinander liegen.
Aber wie es eben mit kurzen, prägnanten, und oftmals auch (bewusst) polemischen Statements im Netz so ist, kann dann schonmal was in den falschen Hals gelangen.

Zur Sache und zur Klarstellung:
Die 12:12-Aktionen auf einer relativ breiten Basis fand und finde ich grundsätzlich gut und berechtigt.
Berechtigt, weil die Hysterie in Medien, Politik, Verbandsgremien und teilweise auch Vereinsführungen bezüglich der angeblich drastischen zunehmenden Gewalt rund um den Profifußball maßlos übertrieben ist und die sog. "Maßnahmen" zum Großteil völlig das Ziel verfehlen. Auch ich bin gegen Gewalt im Zusammenhang mit Fußball. Wenn ich prügelnde Idioten statt schön kombinierende Fußballer sehen will, kann ich auch auf irgendeine Dorfkirmes gehen. Ich kann und will aber auch einfach nicht begreifen, wie z. B. eine kollektive Ganzkörperkontrolle vorm Stadioneinlass verhindern soll, dass z. B. hohle Kölner (nur´n Beispiel) auf irgendeiner Raststätte an irgendeiner Autobahn irgendwo weit weg vom Stadion völlig austicken.
Jetzt zu den "Abers":
Erstens: Auch die 12:12-Aktivisten müssen sich jetzt fragen lassen, ob ihre Maßnahmen sich gegen die "Richtigen" richten. Wen trifft ein anhaltender Stimmungsboykott? Die Mannschaft. Die Jungs, von denen erwartet wird, dass sie sich immer voll reinhängen, damit wir schöne Spiele und bestenfalls Siege sehen. Und die das oftmals auch tun. Aber die Spieler können ja nun wirklich am allerwenigsten für die Verfehlungen der Verbandsoberen und haben da auch relativ wenig Einfluss. Protest ist gut und wichtig, aber er muss sich an die Richtigen wenden.
Der zweite wesentliche Aspekt für mich: die Ultras haben in diesem Zusammenhang und auch grundsätzlich keinen Alleinvertretungsanspruch. Genauso kommt es aber in der aktuellen Debatte und grundsätzlich immer, wenn es um Diskussionen zu Fankultur/Faninteressen etc. geht, rüber. Ultras sind ein (wichtiger) Teil der Fans und der Fankultur. Aber die ureigensten Interessen einzelner Fangruppen können eben durchaus von denen anderer Gruppen abweichen. Keiner kann für sich alleine in Anspruch nehmen, den Fußball, die Fankultur oder den Verein "auszumachen" und zu bestimmen. Insofern sage ich ganz eindeutig: Ja, ich bin der Ansicht, dass sich Ultras und andere "aktive Fangruppen" aus meiner Sicht oftmals zu wichtig nehmen, wie jetzt z. B. in Düsseldorf (wen´s interessiert sollte sich mal die Berichterstattung zum Pokal-Aus in Offenbach und den offenen Brief des Vorstandsmitglieds Paul Jäger reintun).
Den Begriff "Suffkutten" finde ich übrigens gar nicht so schlimm oder sonderlich beleidigend. Die gibt es nun mal in jeder Kurve. Und auch die haben bestimmte, berechtigte Interessen. Genauso wie die Jedes-Jahr-das-aktuelle-Trikot-Käufer, Schalträger-Yuppies, "Old School Normalos", Meckeropas usw. Und jede Gruppierung (von politischen Extremisten mal abgesehen), hat m. E. das Recht, die eigenen Interessen zu vertreten und zu äußern (Becherwürfe oder mehr gegenüber Andersdenkenden sind für mich allerdings keine zulässige Form der Meinungsäußerung). Dass natürlich nur bestimmte, organisierte Gruppen in der Anhängerschaft bereit sind, ihre Interessen im und außerhalb des Stadions aktiv zu vertreten und sich über das reine Fußball-Gucken hinaus irgendwie einzubringen und zu engagieren, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn es (nicht wenige) Leute gibt, die einfach ins Stadion gehen wollen, um das Spiel der eigenen Mannschaft zu sehen, sich dabei ein paar Schoppen und eine anständige (sic!) Bratwurst einzuführen und sich ansonsten sagen "Laßt mich mit irgendwelchem politischen Kram im Ruhe", dann ist das m. E. auch zur Kenntnis zu nehmen und zu akzeptieren.
Was ich mir wünsche ist, dass alle Beteiligten im Verhalten "untereinander" mal ein bisschen runterkommen und Andersdenkende (sofern sie keine radikale Ansicht vertreten) respektieren.
So nach dem Motto: "Jetzt guck däh de Ultras an, säh sinn einfach ussm Block gegangen unn hahlen de Schnudde. Joh unn, müssen mäh eben lauder gaagen. Sollen säh moh machen." Und auf der anderen Seite "Jetz guck däh disse Suffkutten an. Klobben sich schon widder nur de Schobbn in de Birne unn kriejen s´Mull nidd uff. Jo unn, müssen mäh eben lauder gaagen. Sollen säh moh machen."

Dr. Mabuse
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von Dr. Mabuse » 20. Dez 2012, 13:20

So, nun kann Herr Peters im "Auswärtsspiel" im eigenen Stadion gegen Galatasaray Istanbul sein neues Konzept mal ausprobieren. Mal sehen wieviel Zelte er für die Ganzkörperkontrolle von 40.000 Türken braucht, und ob das Spiel 90 Minuten Pyrofrei bleibt :lol:

Matz Nochtgren
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von Matz Nochtgren » 20. Dez 2012, 21:48

was hat die DFL MIT CHAMPIONS LEAGUE zu tun??

Gonzo
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Re: Droht uns so etwas auch irgendwann?

Beitrag von Gonzo » 21. Dez 2012, 16:04


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