Fünf Staffeln ab 2012/13Regionalliga-Reform ist auf dem Weg
Der DFB-Bundestag in Essen hat die im Vorfeld zwischen den Amateurvereinen und den Profiklubs stark umstrittene Regionalligareform auf den Weg gebracht. "Wir wollen verhindern, dass es zu einem Bruch kommt zwischen Amateuren und Profis", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball. Details sollen bis zum vorgesehenen Start in der Saison 2012/13 von einer eigens einberufenen Kommission gelöst werden. 25 der 255 Delegierten stimmten gegen den Vorschlag, sieben enthielten sich.
Der DFB-Bundestag macht mit großer Mehrheit den Weg für die Regionalliga-Reform frei.
© picture alliance Rauball hatte einen "Fünf-Punkte-Solidarpakt Regionalliga" vorgeschlagen, nach dem die Zahl der Regionalliga-Staffeln ab der Saison 2012/2013 von drei auf fünf erhöht wird. DFB-Vizepräsident Rainer Koch hatte unsprünglich eine Erhöhung auf sogar acht Staffeln angestebt. Er war jedoch schon im Vorfeld auf den Kurs von Rauball eingeschwenkt.
Koch verspricht sich von einer Neuordnung geringere Kosten für die Vereine, die sich in der 4. Liga zudem mit den finanziell oft bessergestellten 2. Mannschaften der Bundesligisten messen müssen. Als noch zu klärende Details nannte er die mögliche Wiedereinführung der deutschen Amateurmeisterschaft.
In Trägerschaft der Regionalverbände werden künftig als Unterbau zur eingleisigen 3. Liga die Staffeln Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern eingeführt. Die Qualifikation dafür soll in der Saison 2011/2012 ausgetragen werden. Der Aufstieg in die 3. Liga soll ab 2013 dann über eine Qualifikationsrunde stattfinden, in der die Regionalliga Südwest mit zwei statt einem Team teilnehmen wird.
Die Staffeln der neuen Spielklasse sollen so zugeschnitten werden, dass maximal sieben zweite Mannschaften der Lizenzvereine in jeder Staffel spielen. In der jetzigen Regionalliga West sind bisher zehn der 18 Vereine zweite Mannschaften von Erst- oder Zweitligateams. Der Landesverband Westfalen hatte beantragt, diese Mannschaften sogar in eine eigene Staffel zu verbannen. Das war von den Profi-Vereinen vehement abgelehnt worden.
Quelle Kicker
